Pfalztheater-Vorschau Mai/Juni/Juli 2026

„Romeo und Julia“, Tanzabend von Alba Castillo
Musik von Sergej Prokofjew
Die Liebe zwischen Romeo und Julia ist ebenso zart wie stark: In ihrem unschuldigen Optimismus entfaltet sie eine Kraft, die sich weder vom Hass der beiden verfeindeten Familien noch von gesellschaftlichen Gräben aufhalten lässt. Dabei ist es keinesfalls nur Romeo, der für diese Liebe kämpft. Gerade auch Julia ist bereit, für ihre Gefühle zum Äußersten zu gehen und sich den harten Realitäten ihrer Umwelt zu stellen. Mit großem Einfühlungsvermögen und emotionaler Intensität erzählt die spanische Choreographin Alba Castillo Shakespeares Klassiker aus Julias Sicht. Getragen von Prokofjews überwältigender Musik entspinnt sich so eine ergreifende Geschichte von Liebe, Widerstand und Verlust.

Mit ihrem Tanzabend „The Red Thread“ („Der rote Faden“) schuf die international erfolgreiche und preisgekrönte Choreographin Alba Castillo in der Spielzeit 2022/23 die erste Choreographie für das neue Tanzensemble und begeisterte das Kaiserslauterer Publikum mit einem spannungsvollen Blick auf den alten Sagen- und Märchenstoff. Ihre Interpretation von „Romeo und Julia“ verspricht eine weitere faszinierende Spiegelung eines Klassikers, der dessen zeitlose Gültigkeit eindrücklich beweist. In Symbiose mit Prokofjews kraftvoll bildhafter Musik, live gespielt von der Pfalzphilharmonie Kaiserslautern, entfaltet das Drama so all seine emotionale Wucht.
Choreographie und Bühne: Alba Castillo; Musikalische Leitung: Massimiliano Iezzi
Mit dem Tanzensemble des Pfalztheaters, es spielt die Pfalzphilharmonie Kaiserslautern.
Premiere ist am Samstag, 16. Mai 2026, um 19.30 Uhr, im Großen Haus.

„Don Quijote“, Komödie von Jakob Nolte nach Miguel de Cervantes Saavedra nach der Übersetzung von Susanne Lange
Büchernarren wissen es: Es gibt Romane, die unser Leben verändern. Diese Erfahrung macht auch der spanische Landadelige Alonso Quijano. Er liebt Ritterromane und verbringt ganze Nächte mit ihrer Lektüre. Sie steigt ihm bald dermaßen zu Kopfe, dass er beschließt, selbst ein fahrender Ritter zu werden, obwohl das Mittelalter längst vorbei ist. Als Don Quijote von der Mancha will er gegen die Ungerechtigkeiten dieser Welt kämpfen, seine Mitmenschen gegen das Böse verteidigen und das Herz eines einfachen Bauernmädchens alias Dulcinea von Toboso gewinnen. Er bastelt sich eine Rüstung zusammen, steigt auf seinen klapprigen Gaul Rocinante und begibt sich auf Abenteuerreise. Treu an seiner Seite reitet sein nur scheinbar naiver Compañero und Knappe Sancho Panza. Gemeinsam nehmen sie es mit mächtigen Zauberern, grimmigen Riesen und feindlichen Heeren auf. Oder sind es in Wahrheit doch nur Windmühlen und Schafherden? Die Heldentaten der beiden enden meist in brutalen Niederlagen, weshalb Don Quijote den Beinamen »Der Ritter von der traurigen Gestalt« erhält. Auch Sancho Panzas Traum, Herrscher eines Eilands zu werden, will nicht so recht in Erfüllung gehen. Nichtsdestotrotz bleibt die Vorstellungskraft dieses weltberühmten Schelmenduos unbesiegt!

Jakob Nolte hat aus Cervantes Universalroman ein poetisches Theaterstück für zwei Personen gemacht.
Es wird ein Fest der Phantasie, des Humors und der Schauspielkunst unter freiem Himmel!
In der Inszenierung von Johanna Marie Maibaum spielen Hartmut Neuber und Dennis Bodenbinder. Die Kostüme entwirft Anina Lebanidze.
Premiere ist am Freitag, 15. Mai 2026, um 20.30 Uhr im Serenadenhof der Kaiserslauterer Barbarossaburg.

„Farm der Tiere“, Schauspiel nach dem Roman von George Orwell (JUP)
ab 10 Jahren
Auf der Herren-Farm haben die Tiere die Schnauze voll! Der strenge Bauer Jones bestimmt, die Tiere müssen schuften – tagein, tagaus. Doch eines nachts versammeln sie sich alle heimlich in der Scheune. Der weise Eber Old Major hat einen Traum: ein Bauernhof, auf dem alle Tiere gleich sind und frei leben, ganz ohne Menschen. Denn ein Schweineleben sollte doch auch bedeuten, sich entspannt im Matsch zu suhlen, den ganzen Tag zu futtern und nach eigenen Regeln zu leben. Als Jones eines Tages vergisst, die Tiere zu füttern, nutzen sie ihre Chance! Mit Hufen, Klauen und Schnäbeln vertreiben sie die Menschen und übernehmen die Farm. Der Aufstand auf vier Beinen beginnt! Angeführt von den schlauen Schweinen Schneeball, Napoleon und Quieker stellen die Tiere neue Regeln auf: Alle Tiere sollen gleich sein und Menschen dürfen nicht mehr auf den Hof. Die Pferde Boxer und Kleeblatt arbeiten härter denn je, die Schafe blöken begeistert und sogar die Hühner und Kühe sind voller Hoffnung. Aber schon bald merken sie: einige Tiere sind gleicher als andere. Wieso bekommen die Schweine das beste Futter? Und warum lernen sie plötzlich, wie Menschen, auf zwei Beinen zu gehen?
Basierend auf der Geschichte von George Orwell schlüpfen drei Schauspieler:innen blitzschnell in alle Rollen – von Schwein zu Schaf, von Weltverbesserer zu Herrscher.
Mit Spannung und tierischem Spaß wird die Frage gestellt: Was braucht es, damit unser Miteinander gerecht bleibt?
Regie: Anna Werner; Ausstattung: Margrit Flagner
Premiere ist am Freitag, 22. Mai 2026, um 10 Uhr, auf der Werkstattbühne.



„Dead Man Walking“, Oper von Jake Heggie
„Dead Man Walking“, so lautet in den Todestrakten amerikanischer Gefängnisse der Ruf der Aufseher und anderer Insassen, wenn ein zum Tode Verurteilter seinen letzten Gang antritt. Diesen Weg geht am Ende von Jake Heggies Oper Joseph De Rocher, ein verurteilter Vergewaltiger und Mörder. Während seiner Haft pflegt er einen Briefaustausch mit Schwester Helen. Als der Tag seiner Hinrichtung heranrückt, bittet er sie um ein Treffen. Sie macht sich auf den Weg und tritt eine Reise an, auf der ihre tiefsten Überzeugungen auf eine harte Probe gestellt werden. Sie erwartet einen reuigen Sünder anzutreffen. Doch De Rocher leugnet seine grausamen Taten, ein Gnadengesuch wird abgelehnt.
In Heggies Oper werden die großen Fragen von Schuld, Reue und Vergebung, von Moral, vor allem auch die Frage nach Menschlichkeit gestellt.
Jake Heggies Oper ist ein Auftragswerk der San Francisco Opera, wo am 7. Oktober 2000 die erfolgreiche Uraufführung stattfand. Seine moderat zeitgenössische Musiksprache integriert ariose Momente genauso wie Anklänge an Gospel und Blues und bietet vor allem ein emotional packendes Psychogramm der handelnden Figuren. Die Oper basiert auf dem gleichnamigen Buch von Schwester Helen Prejean, einer amerikanischen Aktivistin gegen die Todesstrafe.
Bekannt wurde der Stoff nicht zuletzt durch die Verfilmung mit Sean Penn und Susan Sarandon.
Musikalische Leitung: Olivier Pols; Regie: Philipp Westerbarkei; Bühne: Thomas Dörfler; Kostüme: Gianluca Falaschi; Chorleitung: John Robert Lidfors
Mit: Solist:innen des Pfalztheaters; Chor, Extrachor und Kinderchor des Pfalztheaters.
Es spielt die Pfalzphilharmonie Kaiserslautern.
Premiere ist am Samstag, 13. Juni 2026, um 19.30 Uhr, im Großen Haus.

Konzerte
3. Sinfoniekonzert „Erwachender Lebensmut“
Werke von Lili Boulanger, Piotr Iljitsch Tschaikowski und Franz Schubert
Natalja Prischepenko, Violine
Pfalzphilharmonie Kaiserslautern
Dirigent: GMD Daniele Squeo
Freitag, 8. Mai 2026, Fruchthalle Kaiserslautern

Crossover-Konzert: Pfalzphilharmonie trifft Quadro Nuevo
Quadro Nuevo:
Mulo Francel – Saxophone, Klarinetten, Mandoline
Andreas Hinterseher – Akkordeon, Vibrandoneon, Bandoneon, Trompete
D. D. Lowka – Bass, Percussion
Chris Gall – Klavier
Pfalzphilharmonie Kaiserslautern
Dirigent: Olivier Pols
Samstag, 24. Juni 2026, Großes Haus

Kammerkonzert „Il ou Elles“
Werke von Mélanie („Mel“) Bonis, Rebecca Clarke und Ernest Bloch
Sophie Barili, Flöte; Pierre-Eric Monnier, Violine; Johannes Pardall, Viola;
Massimiliano Iezzi, Klavier
Sonntag, 31. Mai 2026, Werkstattbühne

Kammerkonzert „Streichquartett von früh bis spät!“
Werke von Joseph Haydn, Valentin Silvestrov und Ludwig van Beethoven
Ivan Kneževič/Ekaterina Polkinhorn, Violine
Ann-Kathrin Klebsch, Viola
Caroline Busser-Kneževič, Violoncello
Sonntag, 21. Juni 2026, Werkstattbühne

Vormerken!
Am 2. und 3. Mai beteiligt sich das Pfalztheater mit zahlreichen Veranstaltungen an der Eröffnung des „Kultursommers Rheinland-Pfalz“, der in diesem Jahr ganz im Zeichen der „Goldenen 1920er“ steht.
Details finden Sie auf www.pfalztheater.de !

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Quelle Text/Bild:
Pfalztheater Kaiserslautern
Willy-Brandt-Platz 4 + 5
67657 Kaiserslautern

www.pfalztheater.de

Kaiserslautern, 08.04.2026

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