Ludwig – Überfall und Überzeugung

Ein Kunst-Projekt zur Erinnerungskultur im deutsch-polnischen Raum

Mit einer künstlerischen Aktion auf dem Schillerplatz setzt der in Mainz lebende Künstler Stefan Budian, gebürtig aus Kaiserslautern, den Startpunkt für ein außergewöhnliches Projekt zur deutsch-polnischen Erinnerungskultur. Am 11. April ab 15:00 Uhr beginnt Stefan Budian vor Ort mit der Erstellung eines sogenannten „Wandelbildes“. Hintergrund des Vorhabens ist eine intensive biographische Auseinandersetzung mit der Familiengeschichte des Künstlers in seiner Heimatstadt. Im Zentrum steht dabei sein Großvater, Ludwig Breining, der in den 1930er Jahren als Mitglied der NSDAP und SA in Kaiserslautern tätig war. Das Kunstprojekt beleuchtet kritisch dessen zunehmende Radikalisierung während der Zeit des Nationalsozialismus.
Als Ausgangspunkt dient eine Fotografie aus dem Jahr 1935, die eine SA-Parade in der Fruchthallstraße zeigt. Stefan Budian wird für seine Arbeit die Perspektive des damaligen Fotografen einnehmen. Die Aktion auf dem Schillerplatz bildet den Auftakt eines mehrstufigen Projekts. In weiteren Etappen wird sich der Künstler mit einem Kriegstagebuch aus den Jahren 1939/40 befassen, das die Erlebnisse seines Großvaters während des Überfalls auf Polen dokumentiert. Das Projekt leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Aufarbeitung der lokalen Stadtgeschichte und der individuellen Verantwortung innerhalb der NS-Diktatur.
Das Projekt ist eine Veranstaltung des Stadtmuseums Kaiserslautern. Realisiert wird diese durch die Unterstützung der Heinz-Walter-Menke-Stiftung.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, die Entstehung des Wandelbildes am 11. April auf dem Schillerplatz mitzuverfolgen.



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Quelle Text/Bild:
Stadtverwaltung Kaiserslautern
Referat Kultur
Fruchthalle / Fruchthallstr. 10
67653 Kaiserslautern

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Kaiserslautern, 04.04.2026