Kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) sehen Potenzial im Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Bislang haben KI-Verfahren jedoch keine Breitenwirkung in rheinland-pfälzischen Betrieben entfaltet. Diese Lücke will die RPTU mit „KI-Pro-RLP“, „KI-gestützte Produktion in Rheinland-Pfalz: Von der Forschung zur industrienahen Umsetzung KI-basierter Produktionssysteme“, schließen. Das Projektziel: Ausgerichtet an den Bedürfnissen von KMU bestehende KI-Verfahren weiterentwickeln und Anwendungsfälle erarbeiten, die übertragbar sind. Die Finanzierung erfolgt über Landesmittel sowie den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) mit einem Gesamtbudget von rund 1,61 Millionen Euro.
Petra Dick-Walther, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz, übergab den Zuwendungsbescheid für das Vorhaben am 24. März in Kaiserslautern: „KI-Pro-RLP zeigt beispielhaft, worauf es für die wirtschaftliche Zukunft unseres Landes ankommt: auf Innovation, auf starke Partnerschaften zwischen Wissenschaft und Wirtschaft und auf Lösungen, die konsequent an der Praxis ausgerichtet sind. Gerade für kleine und mittlere Unternehmen ist es entscheidend, neue Technologien wie Künstliche Intelligenz nicht nur zu verstehen, sondern konkret anwenden zu können. Genau hier setzt das Projekt an, indem es die Lücke zwischen Forschung und industrieller Praxis schließt und KI-Lösungen gezielt für reale Produktionsbedingungen nutzbar macht. So stärken wir die Innovationsfähigkeit unserer Unternehmen, erhöhen ihre Wettbewerbsfähigkeit und sichern Wertschöpfung und Arbeitsplätze in Rheinland-Pfalz.“
Brücken schlagen zur industriellen Anwendung
Das Projekt wird am Lehrstuhl für Fertigungstechnik und Betriebsorganisation (FBK) der RPTU unter der Leitung von Professor Jan Aurich durchgeführt. Im Mittelpunkt steht die Weiterentwicklung von KI-Modellen für vier Themenschwerpunkte, die zentrale Herausforderungen moderner Produktionssysteme abbilden: Qualitätsüberwachung, Produktionsplanung, Produktionssteuerung sowie Ressourcen- und Energieeffizienz.
Anders als forschungsgetriebene Ansätze oder Lösungen, die einen hohen Implementierungsaufwand voraussetzen, berücksichtigt KI-Pro-RLP gezielt die besonderen Bedingungen kleiner und mittlerer Unternehmen. Dazu zählen Aspekte wie begrenzte Datenmengen, heterogene Maschinenparks und eingeschränkte Ressourcen für die Einführung neuer Technologien. Die erarbeiteten Methoden werden in prototypischen Demonstratoren umgesetzt und durch einen KMU-Arbeitskreis kontinuierlich auf ihre industrielle Übertragbarkeit geprüft.
Professor Aurich führt aus: „KI-Pro-RLP verbindet die methodische Weiterentwicklung von KI-Verfahren mit einem konsequenten Industriebezug. Indem wir Anforderungen aus dem KMU-Umfeld direkt in die Modellentwicklung integrieren, erzielen wir Ergebnisse, die über einzelne Anwendungsfälle hinaus transferierbar sind und eine breite Wirkung in der rheinland-pfälzischen Produktionswirtschaft entfalten können.“
Forschung, die in der Praxis ankommen soll
Das Projekt mit einem Gesamtbudget von rund 1,61 Millionen Euro wird über den EFRE sowie über Landesmittel finanziert. Gestartet ist KI-Pro-RLP im Februar mit einer Gesamtlaufzeit von drei Jahren. Das Projekt hat zwei Aufgaben: Forschung und Transfer in die Industrie. Durch Fachveranstaltungen und Fachpublikationen wird das Team die erarbeiteten Methoden in Wissenschaft und Praxis verankern und so die Verbreitung in rheinland-pfälzischen Unternehmen fördern.
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Quelle Text/Bild:
RPTU
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Kaiserslautern, 25.03.2026
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