Lesetipps von der Buchhandlung „blaue Blume“ 26.02.

Roman
Megan Nolan – Kleine Schwächen
Ein zweifelhafter Hinweis genügt und schon wird die zehnjährige Lucy des Mordes an einer jüngeren Spielgefährtin verdächtigt. Der Fall spaltet die Gesellschaft, denn während das Opfer aus gutem Hause kam, lebt Lucy Anfang der 1990er-Jahre mit ihrer jungen irischen Mutter Carmel in einer Südlondoner Sozialsiedlung. Lucy ist schon häufiger auffällig geworden, und Carmel ist vor allem Männern ein Dorn im Auge. Sie ist schön, aber abweisend, gebrochen und unerreichbar. Eine psychologisch scharfsinnige Geschichte über Klasse und Trauma, Scham und Gewalt.

Sachbuch
Gundula Brunner – Was es bei einem Picknick mit Deutschen zu beachten gilt
Menschen, die ihre Heimat verlassen müssen, befinden sich oft über lange Zeit in einer prekären Situation. Die Erfahrungen, die sie während ihres Ankommens in Deutschland machen, sind so unterschiedlich wie ihre Lebenswege. Gundula Brunner hat zahlreiche Menschen auf ihrem Weg zu einem rechtmäßigen Aufenthalt begleitet. Die sehr persönlichen Erzählungen dokumentieren, wie Menschen es aushalten, teilweise jahrelang auf die Entscheidung über ihr Bleiberecht in Deutschland zu warten. Sie zeigen aber auch, wie die Hilfsbereitschaft Einzelner den entscheidenden Unterschied machen kann.

Sachbuch
Susanne Heim – Die Abschottung der Welt
Susanne Heims anschaulich erzähltes Buch führt eindringlich vor Augen, warum nur so wenigen Juden die Flucht vor den Nazis gelang – bis der NS-Staat die Emigration verbot und den Massenmord organisierte. In Deutschland drangsaliert und verfolgt, versuchten viele Juden verzweifelt, sich ins Ausland zu retten. Doch potenzielle Zufluchtsstaaten schlossen ihre Grenzen und schotteten sich mit jeder weiteren deutschen Expansion stärker ab. Noch nie wurden die internationale Flüchtlingspolitik und ihr dramatisches Scheitern so umfassend beschrieben. Eine notwendige und beklemmende Lektüre, denn die demokratischen Staaten scheinen bis heute nur wenig dazugelernt zu haben.

Kinderbuch
Jessie Burton – Die Jagd nach den magischen Münzen
ls Bo eine schimmernde Münze im Schlamm der Themse findet, glaubt sie, den Fluss sprechen zu hören. Du wirst nicht verlieren … raunt er ihr zu. Aber was bedeuten die Worte? Darauf hat auch Billy vom gegenüberliegenden Ufer keine Antwort. Doch er weiß von einer zweiten Münze, und gemeinsam machen sie sich auf die Jagd nach ihr, ehe der alte Muncaster ihnen zuvorkommt. Denn auch er hat es auf die magischen Münzen abgesehen. Werden Bo und Billy schneller sein und das Wertvollste zurückbekommen, was sie je verloren haben?



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Quelle Text/Bild:
buchhandlung blaue blume
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Kaiserslautern, 26.02.2026