Vier Wochen am Stück lief das immersive Virtual-Reality-Erlebnis „UNHOME“ im 42kaiserslautern. Das Angebot hat sich in den vergangenen Wochen als großer Erfolg erwiesen und eine breite Öffentlichkeit erreicht. Knapp 450 Schüler*innen und zahlreiche Besucher*innen der Dauerausstellung nutzten die Gelegenheit, sich intensiv und aus eigener Perspektive mit dem Thema Obdachlosigkeit auseinanderzusetzen.
Speziell für Schulklassen aus Kaiserslautern und der Region wurde UNHOME durch ein kostenfreies 90-minütiges Workshop-Angebot ergänzt, das einen geschützten Raum für Austausch, Reflexion und Einordnung bot. Die Kombination aus Virtual Reality und pädagogischer Begleitung erwies sich dabei als besonders wirkungsvoll und zog auch überregionale Interessenten an. So waren auch Gruppen aus Kirn, Mannheim und Wald-Böckelheim dabei und nicht nur Schüler*innen, sondern auch FSJler, Azubis der Agentur für Arbeit und das SOS Kinderdorf Kaiserslautern.
„Wir freuen uns sehr, dass UNHOME erstmals in Rheinland-Pfalz gezeigt wurde und in Kaiserslautern auf eine so große Resonanz gestoßen ist. Besonders beeindruckend war das Interesse der Schulklassen und die Offenheit, mit der junge Menschen Fragen gestellt und diskutiert haben. Unser Dank gilt dem Caritas-Förderzentrum St. Christophorus, dessen Mitarbeitende die Workshops begleitet und die Situation obdachloser Menschen in Kaiserslautern anschaulich vermittelt haben“, erklärt Antje Boerner, Ausstellungskuratorin des 42. Das rund 20-minütige VR-Erlebnis ermöglichte einen eindrucksvollen Perspektivwechsel und machte den Alltag obdachloser Menschen emotional und unmittelbar erfahrbar. Viele Rückmeldungen zeugten von großer Betroffenheit, neuem Verständnis und wachsender Empathie für Menschen, die im öffentlichen Raum häufig übersehen werden.
Begleitend zum VR-Erlebnis fand am 4. Februar eine gut besuchte Fishbowl-Diskussion zum Thema Obdachlosigkeit in Kaiserslautern statt. Bei diesem offenen Diskussionsformat können Teilnehmende aus dem Publikum jederzeit in den Gesprächskreis wechseln und sich aktiv einbringen. Rund 60 Teilnehmende diskutierten zentrale Fragen wie ein mögliches Bettelverbot in Kaiserslautern, die Lebenssituation obdachloser Menschen im Winter sowie kommunale Handlungsmöglichkeiten. An der Diskussion beteiligten sich Anja Pfeiffer, Mitarbeiterinnen des Caritas-Förderzentrums St. Christophorus, sowie Ehrenamtliche aus Kaiserslautern.
Entwickelt wurde UNHOME von der gemeinnützigen GmbH GoBanyo aus Hamburg in Zusammenarbeit mit der Curious Company. Im November 2025 wurde das Projekt beim nextReality.Contest mit dem Award „Best in Education“ ausgezeichnet. Unterstützt wurde die Umsetzung in Kaiserslautern von Rotary Kaiserslautern-Kurpfalz und dem Inner Wheel Club. Überlegungen das Projekt zu verstetigen, laufen bereits.
Stimmen von Schülerinnen und Schülern zu UNHOME auf die Frage „Was nehme ich von UNHOME und aus dem Workshop mit?“
„Man hat nicht immer eine Wahl“ Lina Pfaff Realschule, 10. Klasse
„Ich werde Obdachlose in Zukunft mit anderen Augen sehen. Der Workshop hat mir die Augen geöffnet, dass ich vor diesen Personen keine Angst haben muss, sondern sie genauso Mensch sind, wie ich.“ Hohenstaufen Gymnasium, 11. Klasse
„Jeder Mensch verdient eine würdevolle Unterkunft“ IGS Bertha von Suttner, 11. Klasse
„Ich nehme die Erfahrung mit, obdachlos zu sein. Das Gefühl von Verzweiflung zu spüren in einer solchen Situation“ Hohenstaufen Gymnasium, 11. Klasse
Quelle Text:
42kaiserslautern gGmbH
Eisenbahnstraße 42
67655 Kaiserslautern
www.42kaiserslautern.de
13.02.2026
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