Warum altern wir, wie trägt eine Genschere zum medizinischen Fortschritt bei, welche faszinierenden Wesen prägen das Leben in der dunklen Tiefsee? Den aktuellen Stand der Forschung zu diesen und weiteren Themen beleuchtet der Fachbereich Biologie der RPTU in Kaiserslautern im Rahmen der Veranstaltungsreihe „LIFEum3“. Bis Dezember gibt es jeden Monat einen Vortrag, der am zweiten oder dritten Samstag um 15 Uhr im 42kaiserslautern (Eisenbahnstraße 42) stattfindet. Im Anschluss an die Vorträge besteht die Möglichkeit, sich persönlich mit den Forschenden auszutauschen. Der Eintritt ist frei.
Zum Auftakt am 14. Februar nimmt Professor Johannes Herrmann alle Interessierten in die Altersforschung mit. Er erklärt, warum die menschliche Lebenszeit begrenzt ist, wo sich unsere biologische Uhr befindet und wie dieser Taktgeber funktioniert. Denn: Das Altern des Menschen ist nicht vergleichbar mit den Abnutzungserscheinungen einer Autobatterie oder Regenjacke. Unsere Nervenzellen leben so lange wie wir, sie können durchaus 90 Jahre alt werden und immer noch tadellos funktionieren. Unsere Zellen und Gewebe regenerieren sich und reparieren mögliche Schäden sehr zuverlässig. In diesem Zusammenhang geht Herrmann auch auf das ‚gesunde Altern‘ (healthy ageing) ein – also die Frage, wie es gelingen kann, trotz vieler Lebensjahre ohne Einschränkungen gesund und aktiv zu leben.
Am 14. März erklärt Professorin Stefanie Müller-Schüssele, was Mitochondrien und Chloroplasten so besonders macht. Sie gibt Einblicke in die evolutionäre Entwicklung der Zellorganellen, die Stoffwechselprozesse wie Photosynthese und Atmung ermöglichen.
Am 11. April berichtet Professorin Tanja Maritzen, wie sich das Erbgut in unseren Zellen gezielt verändern lassen kann. Dabei steht die sogenannte CRISPR/Cas-Methode, eine Genschere, im Mittelpunkt und welche neuen Möglichkeiten ihr Einsatz in der Medizin eröffnet.
Am 16. Mai gibt Professor Stefan Kins einen Überblick über den aktuellen Stand der Alzheimerforschung. Er erläutert biologische Mechanismen der Entstehung sowie bekannte Risikofaktoren der neurodegenerativen Erkrankung. Darüber hinaus zeigt er aktuelle medikamentöse Behandlungsansätze ebenso wie deren Chancen und Grenzen auf.
Die weiteren Termine bis Dezember im Überblick:
Von der Fruchtfliege lernen – von Gehirnfunktionen zu Neurodegeneration (13.Juni)
Die leuchtende Tiefsee (11. Juli)
Krebs – Den Feind im eigenen Körper besiegen (8. August)
Pilze als Verursacher von Krankheiten und Epidemien bei Pflanzen, Tieren und Menschen (12. September)
Sehen – Wie das Gehirn die Bewegungsrichtung von Objekten berechnet (10. Oktober)
Wege aus der Antibiotikakrise – wie Phagentherapie dabei helfen könnte (14. November)
Invasive Flusskrebse und ihre biologischen Waffen (12. Dezember)
Eine Gesamtübersicht über alle Termine bietet die Veranstaltungswebseite:
bio.rptu.de/lifeum3
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Quelle Text/Bild:
RPTU
Rheinland-Pfälzische Technische Universität
Kaiserslautern Landau
Hochschulkommunikation
Gottlieb-Daimler-Straße 47
67663 Kaiserslautern
www.rptu.de
Kaiserslautern, 09.02.2026
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