Katrin Eder: „Klimaschutz ist auch Waldschutz“

Spatenstich für neue Windenergieanlage am Standort Zentrale Abfallwirtschaft Kaiserslautern (ZAK) – Vier Windräder können etwa 17.800 Haushalte mit klimafreundlichem Strom versorgen

Der Ausbau der Windenergie in Rheinland-Pfalz schreitet weiter voran. Am Standort Zentrale Abfallwirtschaft Kaiserslautern (ZAK) wird eine weitere Windenergieanlage realisiert. Mit der nun vierten Anlage wird ein wichtiger Beitrag zur Energiewende, zum Klimaschutz und zur Versorgungssicherheit im Land geleistet.
„Rheinland-Pfalz hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2040 klimaneutral zu werden. Um dieses Ziel zu erreichen, ist ein schneller und konsequenter Ausbau der erneuerbaren Energien notwendig“, erklärte Umwelt und Klimaschutzministerin Katrin Eder. Nach dem Windenergieflächenbedarfsgesetz ist Rheinland-Pfalz verpflichtet, bis Ende 2032 rund 2,2 Prozent der Landesfläche für Windenergie am Land auszuweisen. Als waldreichstes Bundesland Deutschlands kommt dabei dem Wald eine wichtige Rolle zu. „Waldstandorte in Höhenlagen sind aus windenergetischer Sicht häufig besonders geeignet. Zugleich müssen Windanlage so geplant und genutzt werden, damit die Wälder als Hotspot für Biodiversität und Naherholung möglichst erhalten werden. Diese Strategie verfolgt das Land im Staatswald“, erläuterte Ministerin Eder.
Auch am Standort der ZAK wird diesem Anspruch Rechnung getragen. „Die neue Windenergieanlage wird mit minimalem Eingriff in den Wald realisiert“, erläuterte Katrin Eder. Gemeinsam mit Ralf Leßmeister (Kreis Kaiserslautern), Landrat Rainer Guth (Donnersbergkreis) und dem ZAK-Vorstand Jan Deubig setzte die Ministerin den ersten Spatenstich für die neue Windenergieanlage.
Ein Großteil der Transporte, insbesondere für Fundamente und Anlagenteile, erfolgte über bestehende Wege auf dem Gelände. Damit konnten zusätzliche Belastungen vermieden werden, zumal die Wälder aufgrund der Klimakrise bereits heute erheblich unter Druck stehen.
Mit der vierten Windenergieanlage steigt die Stromerzeugung am Standort auf insgesamt rund 55 Millionen Kilowattstunden pro Jahr. Rein rechnerisch können damit etwa 17.800 Haushalte mit klimafreundlichem Strom versorgt werden. Das entspricht rund einem Drittel des privaten Strombedarfs der Stadt Kaiserslautern. Die Zahlen verdeutlichen den hohen Beitrag, den Windräder zu einer effizienten und nachhaltigen Stromversorgung leisten. „Eine klimafreundliche Energieversorgung bedeutet nicht nur mehr Klimaschutz, sie bewahrt langfristig auch unserer Wälder. Denn Klimaschutz ist Waldschutz“, betonte Umweltministerin Katrin Eder.



Quelle Text/Bild:
Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität des Landes Rheinland-Pfalz
Kaiser-Friedrich-Straße 1
55116 Mainz

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Kaiserslautern, 06.02.2026