Mit dem bewährten Landesprogramm „WohnPunkt RLP – Wohnen mit Teilhabe“ werden im Jahr 2026 sieben weitere Kommunen in Rheinland-Pfalz beginnen, ihre zukunftsweisenden, wohnortnahen sowie barrierefreien Wohnprojekte umzusetzen. Gerade im ländlichen Rheinland-Pfalz sind passende Wohnangebote für ältere Menschen in den Dörfern ein wichtiges Zukunftsthema. In einer älter werdenden Gesellschaft eröffnen sie ihren Bürgerinnen und Bürgern eine gute Perspektive, lange im Dorf, im gewohnten Umfeld, nahe bei Freunden und Nachbarn zu wohnen und gut versorgt zu werden.
„Es freut mich sehr, dass wir heute sieben weitere Kommunen in das Landesprogramm ‚WohnPunkt RLP‘ aufnehmen, die vor Ort innovative Wohnangebote aufbauen wollen, die Barrierefreiheit mit pflegerischen und gemeinschaftlichen Angeboten verbinden und es auch Menschen mit Pflegebedarf ermöglichen, in ihrem vertrauten Umfeld zu bleiben“, erklärte Sozialministerin Dörte Schall zur Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarungen mit den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern der Verbandsgemeinden und ausgewählten Ortsgemeinden.
Die neuen Modellkommunen erhalten zur Umsetzung eine dreijährige Projektbegleitung durch die Landesberatungsstelle Neues Wohnen sowie externe Beraterinnen und Berater.
Die neuen Modellkommunen sind:
Ortsgemeinde Weilerbach
(Verbandsgemeinde Weilerbach, Landkreis Kaiserslautern)
Die Gemeinde möchte barrierefreies Wohnen mit Teilhabe entwickeln und plant zudem ein gemeinwesenorientiertes Versorgungszentrum als Anlaufstelle mit Begegnung und Beratung für ältere Menschen.
Ortsgemeinde Birresborn
(Verbandsgemeinde Gerolstein, Landkreis Vulkaneifel)
Geplant ist barrierefreier Wohnraum in zentraler Lage. Ein Neubau mit Seniorenwohnungen sowie die Umnutzung des alten Rathauses sollen einen generationenübergreifenden Begegnungsort schaffen.
Ortsgemeinde Bockenau
(Verbandsgemeinde Rüdesheim-Nahe, Landkreis Bad Kreuznach)
In unmittelbarer Nachbarschaft neben einem geplanten Ärztehaus mit verschiedenen Fachrichtungen möchte die Gemeinde ein seniorengerechtes Wohnen realisieren.
Ortsgemeinde Friesenheim
(Verbandsgemeinde Rhein-Selz, Landkreis Mainz-Bingen)
Die Gemeinde plant auf Grundlage einer Bürgerbeteiligung die Realisierung eines Mehrgenerationenhauses, das gemeinschaftliches Wohnen in allen Lebensphasen ermöglicht. Dafür kommen Grundstücke am Dorfrand sowie sanierungsbedürftige Gebäude im Ortskern in Betracht.
Ortsgemeinde Kasel
(Verbandsgemeinde Ruwer, Landkreis Trier-Saarburg)
Im geplanten Baugebiet „Brubelborn“ sollen altersgerechte Wohnungen entstehen. Zudem soll sich das alte Schulgebäude in der Ortsmitte perspektivisch zum Treffpunkt für alle Bewohner entwickeln.
Ortsgemeinde Niederkirchen
(Verbandsgemeinde Otterbach-Otterberg, Landkreis Kaiserslautern)
Die Kommune möchte ein inklusives und gemeinschaftliches Wohnprojekt mit 12 barrierefreien Wohneinheiten und einem medizinischen Versorgungszentrum auf einem zentralen Grundstück umsetzen.
Ortsgemeinde Otterstadt
(Verbandsgemeinde Rheinauen, Landkreis Rhein-Pfalz-Kreis)
Auf dem Areal der „Alten Schreinerei“ sollen 15 barrierefreie Wohnungen, eine Tagespflege sowie eine Arztpraxis entstehen.
Über „WohnPunkt RLP“
Mit „WohnPunkt RLP“ wird die ganze Bandbreite des Wohnens mit Teilhabe in den Blick genommen, um bedarfsorientierte Lösungen für die teilnehmenden Gemeinden zu finden. Dabei gehe es neben der Bedarfsermittlung und der Suche nach einem geeigneten Standort, barrierefreien Umbauten sowie sozialrechtliche Fragen auch um die Frage, wie die Einbindung in das Dorfleben organisiert werden kann. Beispiele für Wohnen mit Teilhabe können unter anderem sein: Barrierefreie Wohnungen in Kombination mit weiteren Angeboten zur Teilhabe und Unterstützungsleistungen, generationenübergreifende Wohnangebote mit Pflege- oder Unterstützungsangeboten, Wohn-Pflege-Gemeinschaften, Dorfmitteprojekte mit Tagespflege oder Betreuung.
Seit 2014 werden Ortsgemeinden und kleine Städte mit bis zu 10.000 Einwohnerinnen und Einwohnern beim Aufbau wohnortnaher Wohn-Pflege-Projekte für ältere Menschen durch „WohnPunkt RLP – Wohnen mit Teilhabe“ unterstützt und durch das rheinland-pfälzische Sozialministerium gefördert.
Weitere Informationen zu „WohnPunkt RLP“ finden Sie unter www.wohnpunkt-rlp.de.
Quelle Text/Bild:
Ministerium für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung des Landes Rheinland-Pfalz
Bauhofstr. 9
55116 Mainz
E-Mail: poststelle@mastd.rlp.de
Mainz, 04.02.2025










