Schmitt: Millionen-Förderung für RPTU Kaiserslautern-Landau – Forschungsprojekt zur modularen Automatisierung in KMU gestartet

Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt hat der RPTU Kaiserslautern-Landau in Kaiserslautern einen Förderbescheid in Höhe von über einer Million Euro überreicht. Die Mittel fließen in ein Forschungsprojekt, das KMU den Zugang zu modernen Produktionstechnologien erleichtern soll. Im Mittelpunkt steht der Einsatz von Künstlicher Intelligenz sowie die Standardisierung von Maschinenfähigkeiten.
Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt betonte bei der Bescheidübergabe an der RPTU in Kaiserslautern: „Künstliche Intelligenz ist längst Teil unseres wirtschaftlichen Alltags geworden und eröffnet gerade auch Unternehmen die Möglichkeit, Prozesse effizienter zu gestalten und Ressourcen präzise einzusetzen.“ Die Ministerin unterstrich die Bedeutung verantwortungsvoller Anwendung: „Entscheidend ist, dass Unternehmen Kompetenzen für diese Technologien entwickeln und somit verantwortungsvoll anwenden können. Dafür unterstützen wir Forschungsprojekte wie jenes an der RPTU sehr gerne. Es ist eine Investition in die Innovations- und die Wettbewerbsfähigkeit unseres Standorts. Dabei ist die RPTU stehts ein wichtiger Berater, Begleiter und Innovationsgeber für unsere Unternehmen“, betonte Schmitt.
Die RPTU erhält für das Projekt „MAMBO#5 – Modulare Automatisierung mit Mensch-Bot-Orchestrierung“ eine Förderung in Höhe von rund einer Million Euro, bestehend aus Mitteln des Landes Rheinland-Pfalz sowie Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE). Rund 650.000 Euro investiert das Land, rund 475.000 Euro die EU.
Das Projekt „MAMBO#5 – Modulare Automatisierung mit Mensch-Bot-Orchestrierung“ entwickelt praxisnahe Lösungen, um kleine und mittlere Unternehmen beim Einstieg in die digitale Produktion zu unterstützen. MAMBO#5 kombiniert dabei Künstliche Intelligenz, moderne Werkzeugmaschinen, kollaborierende Roboter und containerisierte Steuerungssysteme, die den Einsatz bestehender Maschinen flexibilisiert und effizient erweitert.
Unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Martin Ruskowski, Leiter des Lehrstuhls für Werkzeugmaschinen und Steuerungen, werden Ansätze zur flexiblen und herstellerunabhängigen Automatisierung gezielt auf ihre Wirkung für produktivere Abläufe ausgerichtet. Ziel des Projekts ist es, Hürden bei der Erhöhung des Automatisierungsgrades zu senken, Fachkräfte zu entlasten und die wertschöpfenden Zeiten in der Produktion deutlich zu erhöhen.



„In MAMBO#5 wollen wir ein System entwickeln, das Unternehmen dazu befähigt, ihre bestehenden Anlagen schrittweise zu optimieren und damit reale Produktivitätsgewinne zu erzielen“, erklärt Prof. Ruskowski.
Das Projekt hat eine Laufzeit von drei Jahren. Neben der Forschung steht der Technologietransfer im Vordergrund: Ziel ist es, Unternehmen aus der Region konkrete Werkzeuge an die Hand zu geben, um die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern. Durch die offene Systemarchitektur und den konsequenten Einsatz standardisierter Schnittstellen wird eine Grundlage für nachhaltige, zukunftssichere Automatisierungslösungen geschaffen. Damit leistet das Projekt einen Beitrag, Rheinland-Pfalz als Standort für moderne Produktionstechnologien weiter zu stärken.

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Mainz, 15.01.2026