Offensivschwäche besiegelt Derbyniederlage

Dansenberg scheitert an HLZ-Torwart Peribonio

Nach der 19:25-Niederlage im Pfalzderby gegen das HLZ Friesenheim/Hochdorf 2 schwinden für den TuS 04 Kaiserslautern-Dansenberg die Hoffnungen auf den Verbleib in der 3. Liga. Der TuS scheiterte trotz einer sehr ordentlichen Abwehrleistung aufgrund seiner eklatanten Abschlussschwäche und am überragenden HLZ-Torhüter Roko Peribonio.
TuS-Trainer Theo Megalooikonomou musste nicht nur auf Spielmacher Frano Vujović (Knieverletzung) verzichten, auch Jan Claussens Einsatz im so wichtigen Pfalzderby war lange fraglich. Der Leistungsträger hatte sich am vergangenen Spieltag gegen die HG Saarlouis eine Ellbogenverletzung am Wurfarm zugezogen und konnte nicht am Training teilnehmen. Mit Tapeverband hielt er eine Halbzeit durch, musste dann aber passen. Für ihn übernahm Henrik Walb die halblinke Rückraumposition und sollte am Ende mit fünf Treffern bester TuS-Torschütze werden. Die Spielmacherposition teilten sich im Wechsel Ben Kölsch und Robin von Lauppert. Gegen das HLZ, das mit Mihailo Ilic und Kaspar Manfeldt Hansen wieder Verstärkung aus dem Zweitligakader erhielt, sollte eine 5:1-Deckung die Kreise der wurfstarken Rückraumreihe einschränken. Das funktionierte von Beginn an prächtig. Zwei schnelle Ballgewinne verwertete Josip Repušić per Tempogegenstoß zum 2:2-Zwischenstand nach fünf Minuten. Mit seinem vierten Treffer verkürzte der 25-jährige Kroate auf 9:7 (21.), erhielt dann aber in der restlichen Spielzeit keine weiteren verwertbaren Anspiele. Ein Manko, dass sich wie ein roter Faden durch nahezu die gesamte Saison zieht. Gleiches gilt für die Linksaußenposition. Aus drei Anspielen in der 2. Halbzeit erzielte Timo Holstein zwei Treffer. Bis zum Halbzeitpfiff des sehr großzügig leitenden Schiedsrichtergespanns gelangen dem TuS lediglich neun Treffer, davon zwei per Siebenmeter. Grund dafür war eine schlechte Wurfauswahl und Roko Peribonio im HLZ-Gehäuse, der über sich hinauswuchs und gleich reihenweise parierte. Mit einem direkt verwandelten Freiwurf erzielte Mihailo Ilic die 12:9-Pausenführung für die Hausherren.
Die zweite Halbzeit begann mit einem vergebenen Siebenmeter durch Jonas Dambach, der einen gebrauchten Tag erwischt hatte und kein einziges Feldtor erzielen konnte. Die Gastgeber nutzten das Momentum, um auf 15:10 (39.) vorzulegen. Doch der TuS fightete um den Anschluss und schloss beim 16:15 (46.) durch Henrik Walb wieder auf. Mit einem Doppelschlag durch Kaspar Manfeldt Hansen erhöhten die Gastgeber auf 20:16 (50.). In der 53. Minute verkürzte Henrik Walb nochmals auf 21:19, allerdings sollte dies der letzte TuS-Treffer gewesen sein. In den verbleibenden acht Minuten agierte der TuS viel zu hektisch und eigensinnig, was dem Team von HLZ-Trainer Gabriel Schmiedt in die Karten spielte. Am Ende hieß es vollkommen zurecht 25:19 für das HLZ, das mit diesem Sieg den Klassenerhalt gesichert haben dürfte. Beim TuS herrscht Ernüchterung, auch TuS-Trainer Theo Megalooikonomou zeigte sich nach dem Spiel enttäuscht: „Wir haben über 60 Minuten eine sehr gute Abwehr gespielt. Timo Holstein hat auf der vorgezogenen Position top verteidigt, aber wir haben zu wenig daraus gemacht. Die Angriffsleistung war nicht gut heute und dann stand da ein Roko Peribonio im HLZ-Tor, der ein überragendes Spiel gemacht hat.“



HLZ Friesenheim/Hochdorf 2
Roko Peribonio und Philipp Wenning (im Tor), Moritz Schulz (9/5), Mihailo Ilic (5), Luis Maier (2), Nick Haas (1), Marcel Reis (2), David Szilagyi, Patrick Friedmann (2), Gianluca Herbel, Kaspar Manfeldt Hansen (2), Timo Heuft, Simon Schwarz (2), Levin Bohn. – Trainer: Gabriel Schmiedt.
TuS 04 KL-Dansenberg
Michel Fiedler und Alexander Martinsen (im Tor), Jonas Dambach (2/2), Josip Repušić (4), Robin von Lauppert (1), Timo Holstein (2), Bennet Löhmar (2), Marco Holstein, Ben Kölsch, Jan Claussen (1), Luca Stolze, Sebastian Bösing (2), Henrik Walb (5), Niklas Jung, Frederik Bohm, Henry Hofmann. – Trainer: Theodoros Megalooikonomou.
Schiedsrichter: Zeki Kaplan/Benjamin Scheld (Hüttenberg/Wiesbaden)
Zuschauer: 320
Siebenmeter: 5/5 : 2/3
Zeitstrafen: 2 : 3
Spielfilm: 2:0, 3:4, 6:6, 10:7, 12:9 (Halbzeit), 15:10, 16:15, 20:16, 21:19, 25:19 (Ende)

Heimspieltermine für die Saison 2023/24 in der 3. Liga Staffel Süd-West:

Datum Uhrzeit Heim Gast
20.04.2024 20:00 TuS 04 KL-Dansenberg – HG Saarlouis
04.05.2024 20:00 TuS 04 KL-Dansenberg – HSG Krefeld Niederrhein
18.05.2024 20:00 TuS 04 KL-Dansenberg – TV Gelnhausen

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Quelle Text/Bild:
TuS 04 KL-Dansenberg e.V.
Am Handballplatz 1
67661 Kaiserslautern

www.tus-dansenberg.de

Kaiserslautern, 28.04.2024

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