Jugendstreiktag im öffentlichen Dienst am 01.03. in Rheinland-Pfalz und dem Saarland!

Auszubildende und dual Studierende von Bund und Kommunen aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland beteiligen sich morgen, dem 1. März, am bundesweiten Jugendstreiktag im öffentlichen Dienst. Bis zu 350 junge Streikende, insbesondere aus den Bereichen Gesundheitswesen, der Bundeswehr und der Bundesagentur für Arbeit werden zu den Aktionen im Rahmen der Tarifrunde 2023 erwartet.

Die jungen ver.di-Mitglieder aus dem öffentlichen Dienst fordern in der laufenden Tarifrunde eine Erhöhung der Ausbildungs- und Studienvergütungen sowie der Praktikantenentgelte um 200 Euro monatlich. Darüber hinaus wird eine unbefristete Übernahme von Auszubildenden nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung eingefordert.

„Die hohe Inflation treibt viele Nachwuchskräfte in Existenznöte“, sagt Fabienne Wolfanger, Landesjugendsekretärin der Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di). Auszubildende und dual Studierende sind von den hohen Preissteigerungen besonders bedroht, da sie ein niedriges Einkommen und in der Regel keine Rücklagen gebildet haben. „Es kann nicht sein, dass Auszubildende wieder zurück ins Elternhaus ziehen müssen, weil sie sich ihr WG-Zimmer oder die Einzimmerwohnung nicht mehr leisten können“, so Wolfanger weiter.

Der grassierende und weiterhin wachsende Fachkräftemangel sei zudem in allen Bereichen des öffentlichen Dienstes spürbar. „Die Arbeitgeber im öffentlichen Dienst müssten schon aus Eigeninteresse unseren Forderungen nachkommen, um für Auszubildende und dual Studierende attraktiv zu bleiben und ausgelernte junge Beschäftigte im öffentlichen Dienst zu halten“, so die Gewerkschaftssekretärin für den Bereich Jugend.



Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) hat auch in der zweiten Runde der Verhandlungen für die insgesamt rund 2,5 Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen kein akzeptables Angebot vorgelegt. Ein bundesweiter Streiktag der Nachwuchskräfte soll den Forderungen der Auszubildenden Nachdruck verleihen. Es finden bundesweit an insgesamt neun Standorten Kundgebungen statt.

Die jungen Gewerkschafter*innen aus Rheinlandpfalz und dem Saarland schließen sich der Streikdemo in Mannheim an. Los geht es um 10 Uhr am Universitätsklinikum Mannheim. Insgesamt 6 Busse fahren gegen 7:30 Uhr von verschiedenen Standorten mit den Streikenden zur zentralen Kundgebung. Streiken dürfen nur Azubis im öffentlichen Dienst mit Streikaufruf, sollte dieser nicht vorliegen muss dringend vor dem Streik Kontakt zur Gewerkschaft aufgenommen werden.

Quelle Text/Bild:
ver.di Rheinland-Pfalz-Saarland
Münsterplatz 2-6
55116 Mainz

www.verdi.de

Mainz, 28.02.2023