Europaagbeordnete Christine Schneider (CDU) fordert Umdenken bei dem Gesetz zur Wiederherstellung der Natur

Im Anschluss an die Debatte im Umweltausschuss des Europäischen Parlamentes zum „Gesetz zur Wiederherstellung der Natur“ ruft die zuständige Berichterstatterin der EVP-Fraktion, Christine Schneider, zu einem Umdenken in der Debatte um die Biodiversität auf: „Die Natur ist kein statisches Gebilde, deshalb ist für mich nicht ersichtlich, warum wir an einen Zustand von 1950 anknüpfen sollen. Ich spreche mich stattdessen für einen Ansatz aus, der in die Zukunft gerichtet ist. Wir brauchen keine Wiederherstellung, sondern eine Entwicklung der Biodiversität.“

„Wir müssen unsere Ökosysteme schützen und fit für die Zukunft machen, aber wir müssen in den Verhandlungen alle Aspekte mit einbeziehen. Wir dürfen dabei die Menschen nicht vergessen. Aus meiner Sicht ist die Stilllegung von Flächen nicht der richtige Weg in die Zukunft. Die land- und forstwirtschaftliche Bewirtschaftung und der Naturschutz müssen Hand in Hand gehen. Dass das funktioniert, sehen wir bereits heute an vielen positiven Beispielen,“ unterstreicht Christine Schneider.

„Aus unserer Sicht besteht die Gefahr, dass mit dem Kommissions-vorschlag die Ernährungssicherheit nicht mehr gewährleistet ist. Wir sehen bereits, dass sich bestimmte Einkommensgruppen keine gesunde und nachhaltige Ernährung mehr leisten können. Die EVP-Fraktion kann deshalb nur einen Ansatz unterstützen, der die Ernährungssicherheit genauso berücksichtigt, wie die Weiterentwicklung der Biodiversität.“



Die Europäische Kommission hat im Juni letzten Jahres einen Vorschlag zur Wiederherstellung der Natur bis zum Jahr 2050 vorgelegt, während das Europäische Parlament voraussichtlich im Juni dieses Jahres seinen Standpunkt annehmen wird.

Christine Schneider MdEP

Quelle Text/Bild:
Europabüro Christine Schneider (MdEP) – Europäisches Parlament
Europabüro:
Gienanthstraße 4, 67435 Neustadt
www.christine-schneider.de

Neustadt, 12.01.2023