„Gurs“-Ausstellung in Neustadt zu sehen – Auftakt mit Roland Paul

Die Ausstellung „Gurs 1940. Die Deportation und Ermordung von südwestdeutschen Jüdinnen und Juden“ ist vom 21. Oktober bis 13. November im Obergeschoss im Stadtmuseum Villa Böhm in Neustadt an der Weinstraße, Maximilianstraße 25/Villenstraße 16b, zu sehen. Eröffnet wird die Schau am Donnerstag, 20. Oktober, um 19 Uhr, mit einem kurzen Vortrag von Roland Paul von der Arbeitsstelle „Geschichte der Juden in der Pfalz“ des Instituts für pfälzische Geschichte und Volkskunde, der rund ein Viertel der Ausstellung, spezifisch zum Schicksal pfälzischer Jüdinnen und Juden, kuratiert hat. Um Anmeldung wird gebeten unter stadtarchiv@neustadt.eu. Die Ausstellung ist freitags von 16 bis 18 Uhr und samstags und sonntags von 11 bis 13 Uhr und 15 bis 18 Uhr geöffnet. Sonderöffnungen für Gruppen können ebenfalls per Mail vereinbart werden.

Die Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz (GHWK) hat die Ausstellung in deutscher und französischer Sprache erarbeitet. Sie zeigt den Ablauf der Deportation und das Verhalten der lokalen Bevölkerung. Sie beschreibt die furchtbaren hygienischen Zustände im Lager Gurs anhand von Berichten, Fotos und Zeichnungen der dort internierten Menschen. Außerdem beleuchtet sie die Zusammenarbeit der Vichy-Regierung und der Nationalsozialisten. Weitere Kapitel widmen sich der Erinnerungskultur und der Aufarbeitung.

Die Ausstellung entstand im Auftrag und mit Unterstützung der Bundesländer Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Saarland sowie der Arbeitsgemeinschaft zu Unterhalt und Pflege des Deportiertenfriedhofs in Gurs, in der badische Städte und Gemeinden sowie der Bezirksverband Pfalz zusammengeschlossen sind. Das Projekt wurde vom Auswärtigen Amt unterstützt. Bei der Konzeption der Ausstellung hat die Gedenk- und Bildungsstätte eng mit französischen Partnern zusammengearbeitet.

 

Die Ausstellung ist von Pfälzer Städten, Gemeinden, Museen und Initiativen kostenfrei beim Bezirksverband Pfalz buchbar (Telefon 0631 3647-166 und a.pfenninger@bv-pfalz.de). Weitere Infos unter https://www.bv-pfalz.de/gedenken-erinnern/80-jahre-gurs/; dort sind auch Videos der Vorträge und des Gesprächskonzerts anlässlich der Ausstellungseröffnung im Historischen Museum der Pfalz in Speyer im Frühjahr 2021 zu sehen.

Etwa 1939: Gefangene im Lager Gurs

 

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Quelle Text/Bild:
Bezirksverband Pfalz
Referat Öffentlichkeitsarbeit
Bismarckstraße 17
67655 Kaiserslautern

www.bv-pfalz.de

Kaiserslautern, 14.10.2022

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