Concept-Store als Gegenentwurf zu Fast Fashion

Kleidung, die mit hohem Ressourcenaufwand produziert und dann kaum getragen im Container landet oder im überfüllten Schrank verbleibt, wird in Zeiten des Klimawandels mehr und mehr fragwürdig. Dass es auch anders geht, zeigt Silvain L’Hermitte, Absolvent des Studiengangs Innenarchitektur an der Hochschule Kaiserslautern. Seine Masterarbeit entwickelt einen Gegenentwurf zu der, die Modebranche dominierenden Fast Fashion mit all ihren ökologischen und auch sozialen Konsequenzen.



Sein Concept-Store „R hoch 3“ für Second-Hand und fair produzierte Mode bindet anders als gewöhnliche Bekleidungsgeschäfte die Herstellung der Mode in das Konzept mit ein: Verkaufsfläche und Schneiderateliers gehen räumlich ineinander über. Dadurch wird Kunden visuell vermittelt, dass vom Entwurf, über das Nähen bis hin zum Verkauf alles am selben Ort stattfindet, weshalb Transportwege minimiert und lokal Arbeitsplätze geschaffen werden. Darüber hinaus sind im Gebäude auch Wohnungen für die Modekreateure untergebracht. Wohnen, Arbeiten und Verkaufen finden bei „R hoch 3“ somit unter einem Dach statt.

Begeistert von der Arbeit des 26jährigen zeigt sich sein Betreuer Professor Werner Glas: „In der Auseinandersetzung mit zeitgemäßen gesellschaftlichen Fragen des Umgangs mit Ressourcen und Produktionsprozessen im Bereich des Modedesigns, findet Silvain L’Hermitte in einem gemeinsamen Nutzungskonzept von Produktion und Verkauf nicht nur eine adäquate Antwort, es ist ihm auch in hervorragender Weise gelungen, die Ergebnisse seiner sehr fundierten theoretischen Recherche in die bestehende Bausubstanz einzubinden. Die Arbeit überzeugt zudem durch ein sehr hohes gestalterisches Niveau.“ Überzeugen konnte er damit auch die Jury der Stiftung der Kreissparkasse für die Hochschule Kaiserslautern, die Silvain L’Hermitte mit einem Preisgeld geehrt hat.

Das besondere Interesse des gebürtigen Landauers, der sowohl seinen Bachelor- als auch seinen Masterabschluss an der Hochschule Kaiserslautern absolviert hat, liegt im räumlichen Entwerfen. In diesem Bereich wünscht er sich auch eine berufliche Zukunft.



Quelle Text/Bild:
Pressestelle
Hochschule Kaiserslautern
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Kaiserslautern: 19.05.2020