Lesetipps von der Buchhandlung „blaue Blume“ 31.10.

Deborah Levy – Was das Leben kostet
In ihrem neuen Buch erzählt uns Deborah Levy von ihrem Leben nach der Trennung von ihrem Mann. Sie verkaufen das Haus und sie zieht mit ihren Töchtern in ein altes, heruntergekommenes Mietshaus in London. Sie löst das Zuhause auf, für dessen Schaffung sie einen großen Teil ihrer Lebensenergie aufgewendet hatte. Auch muss sie den Tod ihrer Mutter verkraften, dennoch entwickelt sie unerwartet Kraft und Stärke. Sie schreibt, dass es diese Phase ihres Lebens war, die ihr die größten Opfer abverlangte. Aber ein neues Zuhause einzurichten, einen Raum für eine Mutter und ihre Töchter zu schaffen, war derart mühsam und anstrengend, derart umfassend und interessant, dass sie zu ihrer Überraschung feststellte: Es bekam ihr, das Chaos jener Zeit. Freiheit ist nie umsonst. Wer je um Freiheit gerungen hat, weiß, was sie kostet.
Übersetzt von Barbara Schaden.

Rob Hart – Der Store
Der Store ist ein Zukunftsszenario, das aber schon sehr nah an der heutigen Realität angesiedelt ist. Wir begleiten Cynthia und Paxton durch ihr Leben bei Cloud, ein Firmenimperium, für das beide arbeiten, denn viele Alternativen gibt es dazu nicht mehr. Alles wird über Cloud abgewickelt und bei Cloud gekauft. Kapitel, die aus Sicht des Cloud-Gründers geschrieben sind, werfen ein neues Licht auf die Geschehnisse.
Es ist weder eine Vorhersage noch eine Verschwörungstheorie – aber in Anbetracht des zunehmenden Verwaisens der Innenstädte und des stetigen Wachstums der Filialketten und Internetgiganten bleibt nach der Lektüre ein mulmiges Gefühl und man bestellt lieber beim kleinen Händler von nebenan. Ein abwechslungsreicher Roman, der zum Nachdenken anregt und den wir allen nur ans Herz legen können! Übersetzt von Bernhard Kleinschmidt.

Patrick Dewitt – Letzte Rettung: Paris
Die Geschichte der mondänen und exzentrischen Frances Price, die mit ihrem erwachsenen Sohn Malcolm und der Kater-Reinkarnation ihres verstorbenen Mannes nach Paris reist, ist herrlich-absurd, unglaublich unterhaltsam und voller liebenswert-verrückter Gestalten. Ein cineastisches Vergnügen und ein wunderbar ungewöhnliches Buch! Übersetzt von Andreas Reimann.

Chantal Schreiber – Kurt. Wer möchte schon ein Einhorn sein?
Kurt ist ein Einhorn, was er allerdings total blöd findet. Denn seine Pupse riechen gut, und sein Fell glitzert, wenn er mit jemandem mitfühlt – super peinlich. Aber jetzt brauchen der nervige Vogel Trill und die winzige Prinzessin Floh seine Hilfe. Chantal Schreibers »Kurt. Wer möchte schon ein Einhorn sein?« ist ein herrlich witziges (Vor-)Lesevergnügen mit Ninja-Goldfischen, Monstervögeln, Einhornsuchschweinen und jeder Menge Abenteuer! Illustrator Stephan Pricken.

Quelle Text/Bild:
buchhandlung blaue blume
Richard-Wagner-Str. 46
67655 Kaiserslautern

www.buchhandlung-blaue-blume.de

Kaiserslautern, 31.10.2019