Greifvögel sollen Halsbandsittiche vergrämen

Eindämmen von Schäden am Gebäude des Frankenthaler Pfalzinstituts
Seit einiger Zeit machen sich Halsbandsittiche an der Dämmung des neugebauten Schulgebäudes des Frankenthaler Pfalzinstituts für Hören und Kommunikation (PIH) zu schaffen und nisten sich dort ein. Vorarbeiten leisten Spechte, die auf der vermeintlichen Suche nach Futter mit ihren Schnäbeln Löcher in die Verkleidung schlagen. Diese nutzen dann die Halsbandsittiche, um sie zu Brutplätzen auszubauen.

Um dies zu verhindern, haben die Klimawandelmanagerin des Bezirksverbands Pfalz, Antonia Müller-Ruff, und Michael Kafitz von der Bauabteilung des Trägers des PIH Nistkästen für Eulen, Falken und Fledermäuse installieren lassen. Die Beratung übernahm Jörn Weiß vom NABU Frankenthal. Die Nistkästen sollen die Artenvielfalt fördern, indem sie in bebauten Flächen neuen Lebensraum schaffen. Auch hofft man mit dieser bislang einzigartigen Aktion, dass die geschützten Greif- und Eulenvögel die Halsbandsittiche vergrämen. Die Nistkästen werden in Kooperation mit dem NABU Frankenthal jährlich kontrolliert und gereinigt; auch Studenten und Schüler können hier in Zukunft tätig werden. Die Maßnahme wird über das integrierte ZENAPA-Projekt aus dem Programm für Umwelt, Naturschutz und Klimapolitik „LIFE“ der EU finanziert.

Der Halsbandsittich, auch Kleiner Alexandersittich genannt, ist die am weitesten verbreitete Papageienart. Sie kommt sowohl in Afrika, südlich der Sahara, als auch in Asien, beginnend mit Pakistan und Indien, vor. Aufgrund des Klimawandels hat sich der Vogel vor geraumer Zeit auch entlang des Rheins angesiedelt.

Bu: Artenvielfalt fördern und Halsbandsittiche vergrämen: Aufhängen eines Steinkauznistkastens

Quelle Text/Bild:
Bezirksverband Pfalz
Referat Öffentlichkeitsarbeit
Bismarckstraße 17
67655 Kaiserslautern

www.bv-pfalz.de

Kaiserslautern, 18.03.2019