BIM-Symposium zeigt konkrete Anwendungen digitaler Technologien in Planung, Bau und Betrieb.
Wie machen digitale Technologien das Planen, Bauen und Betreiben effizienter, nachhaltiger und zukunftsfähiger? Um diese Frage ging es heute beim BIM-Symposium Rheinland-Pfalz im Bürgerhaus Mainz-Lerchenberg. Unter dem Titel „BIM einfach MACHEN: Wie Stadt, Land und Leute von der digitalen Transformation des Bauens profitieren“ kamen Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Baupraxis zusammen.
Teuber: Digitales Bauen muss in der Fläche ankommen
In seinem Grußwort machte Bauminister Sven Teuber deutlich, welche Chancen in der Digitalisierung des Bauens liegen: „Wer heute baut, baut für Jahrzehnte. Mit BIM arbeiten alle Beteiligten von Anfang an am selben Modell. Planung, Genehmigung, Bau und Betrieb greifen ineinander, Fehler fallen früh auf, Kosten und Zeitpläne bleiben verlässlicher. Gerade für unsere Kommunen ist das eine große Chance, etwa beim digitalen Bauantrag. Unser Ziel ist klar: Digitale Methoden dürfen nicht in Pilotprojekten stecken bleiben, sie müssen im Alltag der Bauverwaltungen und Planungsbüros ankommen.“
BIM-Award Rheinland-Pfalz 2026: Zwei Arbeiten gleichwertig ausgezeichnet
Ein Höhepunkt des Symposiums war die Verleihung des BIM-Awards Rheinland-Pfalz 2026. Mit dem Preis würdigen das BIM-Cluster Rheinland-Pfalz und das Ministerium für Kommunen, Bauen, Wohnen und Kultur studentische Arbeiten, die die digitale Transformation des Bauwesens voranbringen und der Praxis einen konkreten Mehrwert bieten.
Die siebenköpfige Jury bewertete zwei Arbeiten als gleichwertig preiswürdig. Beide greifen hochrelevante Fragen aus der Baupraxis auf und zeigen, wie digitale Methoden bestehende Engpässe lösen können.
Paul Untersteller von der Hochschule Trier wurde für seine Arbeit „Untersuchung zu den Möglichkeiten und Grenzen einer BIM-basierten Entwässerungsplanung mit hydrodynamischer Kanalnetzberechnung“ ausgezeichnet. Die Jury würdigte vor allem das innovative Thema und die wichtige Grundlagenarbeit. Die Untersuchung lotet aus, was die Verbindung von BIM und hydrodynamischer Kanalnetzberechnung leisten kann und wo ihre Grenzen liegen. Damit trägt sie zur Weiterentwicklung digitaler Planungsmethoden in der Entwässerung bei.
Lars Jung von der Hochschule Kaiserslautern erhielt die Auszeichnung für seine Arbeit „Digitale Methoden der Mengenermittlung und Bauabrechnung im Straßenbau“. Sie überzeugte durch ihren umfassenden Blick auf einen konkreten Anwendungsfall und ihren hohen Praxisbezug. Im Fokus steht ein zentrales Handlungsfeld der Baupraxis, in dem digitale Methoden bestehende Abläufe spürbar verbessern können.
Minister Teuber gratulierte den Preisträgern: „Die beiden ausgezeichneten Arbeiten zeigen, dass der Nachwuchs genau dort ansetzt, wo es in der Praxis hakt. Diese Ideen brauchen wir, damit Bauen in Rheinland-Pfalz schneller, günstiger und nachhaltiger wird.“
Digitale Zusammenarbeit als Schlüssel für die Zukunft des Bauens
Das Symposium hat gezeigt: Die digitale Transformation des Bauwesens gelingt nur gemeinsam. Neben der Technik kommt es vor allem auf durchgängige Zusammenarbeit, klare Prozesse und den Wissenstransfer zwischen Forschung und Praxis an.
Genau dafür steht das BIM-Cluster Rheinland-Pfalz, das die Ingenieurkammer Rheinland-Pfalz 2016 gegründet hat. Mit mehr als 500 Akteurinnen und Akteuren aus Wirtschaft, Verwaltung, Wissenschaft und Verbänden vernetzt es die Beteiligten der Bauwirtschaft und fördert die Verbreitung und Anwendung digitaler Methoden.
Über das BIM-Cluster Rheinland-Pfalz
Das BIM-Cluster Rheinland-Pfalz ist ein Netzwerk aus Kommunen, Ministerien, Planungsbüros, Bauunternehmen, Kammern, Hochschulen und Verbänden. Es fördert den Wissenstransfer, die Vernetzung und die praktische Anwendung von Building Information Modeling (BIM) über den gesamten Lebenszyklus von Bauwerken.
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Quelle Text/Bild:
Ministerium für Kommunen, Bauen, Wohnen und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz
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55116 Mainz
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Mainz, 05.11.2026
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