Waffen- und Messerverbot im ÖPNV: Polizei kontrolliert 204 Personen

Westpfalz (ots)

Mehr als 50 Einsatzkräfte, 204 kontrollierte Personen und 13 Sicherstellungen: Die Polizei Westpfalz hat sich am Mittwoch (4. November 2026) an einem landesweiten Kontrolltag zur Durchsetzung des Waffen- und Messerverbots im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) beteiligt. Ziel der Maßnahmen war es, die Einhaltung der geltenden Vorschriften zu überprüfen, auf das Verbot aufmerksam zu machen.

Im gesamten Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Westpfalz fanden Kontrollen an verschiedenen Örtlichkeiten statt. Im Fokus standen insbesondere stark frequentierte Bereiche und Verkehrsknotenpunkte, darunter der Hauptbahnhof und die Mall in Kaiserslautern, das Stadtgebiet von Landstuhl, der Exerzierplatz in Pirmasens sowie der Zentrale Busbahnhof in Zweibrücken. Die Kontrollen führten Polizei, örtliche Ordnungsämter und US-Militärpolizei gemeinsam durch.

Insgesamt kontrollierten die Einsatzkräfte 204 Personen. Dabei stellten sie vier Verstöße gegen das Waffengesetz fest. Unter anderem wurden zwei Einhandmesser und zwei Taschenmesser sichergestellt. Insgesamt verzeichnete die Polizei 13 Sicherstellungen und leitete fünf Strafverfahren ein, darunter Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Neben den Kontrollen stand insbesondere die Prävention im Mittelpunkt. In der Innenstadt von Kaiserslautern informierte die Polizei an einem eigens eingerichteten Informationsstand über das Waffen- und Messerverbot, erläuterte die geltenden Bestimmungen und beantwortete Fragen von Bürgerinnen und Bürgern.

„Wer mit Bus und Bahn unterwegs ist, soll sich sicher fühlen können. Waffen und Messer haben dort ohne berechtigten Anlass nichts zu suchen“, erklärt Polizeisprecher Bernhard Christian Erfort. „Gerade dort, wo viele Menschen auf engem Raum zusammenkommen, müssen wir klare Grenzen setzen. Wer sich über die geltenden Verbote hinwegsetzt, muss mit entsprechenden Konsequenzen rechnen. Unsere Kontrollen sind deshalb ein wichtiger Bestandteil der Präventionsarbeit.“

Die Landesverordnung über das Verbot des Führens von Waffen und Messern in Verkehrsmitteln und Einrichtungen des öffentlichen Personennahverkehrs ist am 27. November 2025 in Kraft getreten. Seitdem ist das Mitführen von Waffen und Messern in Bussen, Bahnen und bestimmten Einrichtungen des ÖPNV in Rheinland-Pfalz grundsätzlich untersagt. Das Verbot umfasst auch gewöhnliche Taschenmesser und gilt unabhängig von der Klingenlänge.

Ausnahmen bestehen unter anderem für bestimmte berufliche Tätigkeiten, den nicht zugriffsbereiten Transport von Messern sowie weitere gesetzlich anerkannte Zwecke. Wer hingegen ohne entsprechende Berechtigung oder anerkannten Grund ein Messer im ÖPNV mitführt, muss mit einer Sicherstellung und einem Bußgeld rechnen.

Mit dem landesweiten Kontrolltag soll das seit knapp einem Jahr geltende Verbot erneut ins öffentliche Bewusstsein gerückt werden. Die Polizei wird auch künftig durch lageangepasste und stichprobenartige Kontrollen im öffentlichen Nahverkehr präsent sein. Dabei steht neben der konsequenten Verfolgung von Verstößen vor allem die vorbeugende Wirkung der polizeilichen Präsenz im Vordergrund.

Weitere Informationen zum Waffen- und Messerverbot im ÖPNV sowie zu den geltenden Ausnahmeregelungen finden Interessierte auf der Internetseite des rheinland-pfälzischen Innenministeriums unter https://s.rlp.de/wsvsA8g. |erf

—
#kaiserslautern #kaiserslauterngermany #Lautern #nachrichtenkl #polizeikl #pfalz

Bildquelle bei Beispielbildern: https://www.polizei-beratung.de/presse/pressebilder/

Quelle Text/Bild:
Polizeipräsidium Westpfalz
Logenstraße 5
67655 Kaiserslautern

www.polizei.rlp.de

Kaiserslautern, 05.11.2026