Die Zentrale Ausländerbehörde für Fachkräfteeinwanderung (ZABH) in Kaiserslautern feiert ihr fünfjähriges Bestehen. Seit ihrer Gründung im Januar 2021 hat sie sich als wichtige Fachstruktur für die Fachkräfteeinwanderung in Rheinland-Pfalz etabliert. Bei einer Jubiläumsveranstaltung in Kaiserslautern würdigte Innen- und Integrationsminister Achim Schwickert die Aufbauleistung und dankte den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
„Eine erfolgreiche Fachkräfteeinwanderung braucht klare Regeln, verlässliche Verfahren und eine gezielte Steuerung. Wir wollen qualifizierte Menschen gewinnen, die bei uns arbeiten, leben und Teil unserer Gesellschaft werden wollen. Gleichzeitig müssen die Regeln unseres Aufenthaltsrechts eingehalten und durchgesetzt werden. Die ZABH zeigt seit fünf Jahren, wie gesteuerte Fachkräfteeinwanderung funktionieren kann, mit klaren Zuständigkeiten, hoher Expertise und verlässlichen Verfahren“, sagte Innen- und Integrationsminister Achim Schwickert.
Die ZABH übernimmt landesweit eine wichtige Rolle bei Einreiseverfahren für internationale Fachkräfte. Sie bündelt ausländerrechtliche Expertise und arbeitet eng mit Ausländerbehörden, Arbeitgebern, der Bundesagentur für Arbeit, Anerkennungsstellen und weiteren Partnern zusammen.
„Unsere Unternehmen brauchen Fachkräfte. Deshalb müssen wir legale und qualifizierte Einwanderung so organisieren, dass die vorhandenen Möglichkeiten auch tatsächlich genutzt werden können. Gute Verfahren sind dabei nicht nur eine Verwaltungsfrage, sondern ein Standortfaktor. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der ZABH leisten dazu seit fünf Jahren hervorragende Arbeit. Dafür gilt ihnen mein ausdrücklicher Dank“, so Schwickert.
Das Jubiläum richtete den Blick deshalb nicht nur zurück, sondern vor allem nach vorne. Nach einem fachlichen Impuls von Dirk Werner vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Arbeitsmarkt unter dem Titel „Fachkräfteeinwanderung als Zukunftsaufgabe: Wie aus Verfahren Perspektiven werden“ über die weitere Entwicklung. Für das Land stehen dabei insbesondere verlässliche und serviceorientierte aufenthaltsrechtliche Verfahren, funktionierende Schnittstellen und die Frage im Mittelpunkt, wie internationale Fachkräfte und ihre Familien nach der Einreise gut in Rheinland-Pfalz ankommen und bleiben können.
„Fachkräfteeinwanderung endet nicht mit der Einreise. Wenn wir Menschen für Rheinland-Pfalz gewinnen, wollen wir auch, dass sie hier eine Perspektive finden und bleiben. Dafür müssen Ausländerrecht, Arbeitsmarkt und Integration besser ineinandergreifen. Unser Anspruch ist ein Staat, der klare Regeln setzt, zügig entscheidet und zugleich dafür sorgt, dass Integration gelingt“, sagte Innenstaatssekretär Dirk Herber.
Die ZABH soll deshalb als moderne Fachstruktur weiterentwickelt werden. Im Fokus stehen unter anderem digitale Verfahrensunterstützung, bessere Orientierung für Unternehmen und Fachkräfte sowie funktionierende Schnittstellen. Perspektivisch soll auch geprüft werden, wie Verfahrensschritte nach der Einreise besser gebündelt werden können, sobald hierfür auf Bundesebene die rechtlichen und technischen Voraussetzungen geschaffen sind.
„Wir wollen die Möglichkeiten der Fachkräfteeinwanderung konsequent nutzen und gleichzeitig das Aufenthaltsrecht konsequent durchsetzen. Ein moderner Staat muss beides können“, betonte Schwickert.
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Mainz, 27.08.2026
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