Telekom-Beschäftigte machen Druck
In der Tarifrunde Deutsche Telekom ruft die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) am 30. April zu betrieblichen Warnstreiks in Vollschicht an den insgesamt acht Standorten in Rheinland-Pfalz und im Saarland auf. Hintergrund ist die zweite Tarifverhandlungsrunde am 27. April, die enttäuschend verlaufen und ohne ein Angebot der Arbeitgeber beendet worden ist. Zu den Warnstreiks werden rund 700 Streikende erwartet.
Betroffen sind die Standorte der Telekom in Mainz, Koblenz, Bad Kreuznach, Kaiserslautern, Neustadt an der Weinstraße, Ludwigshafen sowie Trier und Saarbrücken im Saarland.
„Wer gute Arbeit und hohe Belastung selbstverständlich hinnimmt, aber kein Angebot vorlegt, darf sich über deutliche Reaktionen aus den Betrieben nicht wundern. Die Beschäftigten erwarten zu Recht ein verhandlungsfähiges Angebot.“, sagte der zuständige ver.di-Gewerkschaftssekretär Andreas Wiese.
Von den Warnstreiks betroffen sind mehrere Bereiche des Telekom-Konzerns. Aufgrund der Arbeitsniederlegung kann es zu schlechterer Erreichbarkeit, Verzögerungen im technischen Kundenservice und im Glasfaserausbau sowie zu Terminabsagen bei Kundenterminen kommen. Die Notleitungen sind sichergestellt und werden zuverlässig versorgt.
ver.di fordert in der diesjährigen Tarifrunde Deutsche Telekom eine Entgeltsteigerung in Höhe von 6,6 Prozent bei einer Laufzeit des Tarifvertrags von zwölf Monaten. Zusätzlich fordert ver.di die Einführung eines ver.di-Mitgliederbonus in Höhe von 660 Euro im Jahr. Die Ausbildungsvergütungen sowie die Entgelte der dual Studierenden sollen um monatlich 120 Euro erhöht werden. Für diese fordert ver.di zudem einen zusätzlichen Mitgliederbonus in Höhe von 240 Euro im Jahr.
Der Telekom-Konzern in Deutschland besteht aus insgesamt 20 verschiedenen tarifgebundenen Konzernunternehmen, in denen jeweils eigenständige Tarifverträge gelten. Ein Großteil der Entgelttarifverträge hat eine Laufzeit bis zum 31. März 2026. ver.di und Deutsche Telekom AG haben im Vorfeld der Tarifrunde eine Vereinbarung über gemeinsame Verhandlungen für diese Gesellschaften geschlossen.
Die dritte Tarifverhandlungsrunde ist für den 11. und 12. Mai 2026 angesetzt.
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Quelle Text/Bild:
ver.di Rheinland-Pfalz-Saarland
Münsterplatz 2-6
55116 Mainz
www.verdi.de
Mainz, 29.04.2026








