Bereits seit 2018 führen die Polizeibehörden der Länder unter dem Motto „sicher.mobil.leben“ Aktions- und Kontrolltage zu wechselnden Schwerpunktthemen durch. Im Rahmen des diesjährigen bundesweiten Aktionstages am 28. April stand unter dem Motto „Zweiräder im Blick“ die Sicherheit von Zweiradfahrenden im Straßenverkehr im Fokus. Ziel war es, die mit der Nutzung von Fahrrädern, Pedelecs, Krafträdern und Elektrokleinstfahrzeugen (E-Scooter) verbundenen Risiken stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.
„Vorsicht und Rücksicht bilden gemeinsam mit der Beachtung der Verkehrsregeln das Fundament der Verkehrssicherheit. Durch präventive und repressive Maßnahmen der Polizei soll in jeder Verkehrssituation ein möglichst hohes Maß an Sicherheit gewährleistet werden. Zweiräder – ob Fahrrad, Pedelec, Kraftrad oder E-Scooter – bieten flexible Alternativen zum Auto, bringen jedoch auch besondere Risiken mit sich. Insbesondere in dicht besiedelten Bereichen mit hohem Verkehrsaufkommen, unübersichtlichen Verkehrssituationen und teilweise unzureichender Infrastruktur steigt das Unfallrisiko. Aufgrund ihrer geringeren Schutzmöglichkeiten sind Zweiradfahrende dabei besonders gefährdet“, sagte Innenminister Michael Ebling.
Die Dienststellen der rheinland-pfälzischen Polizeipräsidien führten landesweit Verkehrskontrollen mit besonderem Fokus auf Zweiradfahrende durch. Ergänzend wurden auch Pkw- und Lkw-Kontrollen durchgeführt, um auf mögliche Gefahrensituationen im Zusammenhang mit Zweirädern aufmerksam zu machen.
Insgesamt wurden landesweit 2839 Fahrzeuge kontrolliert. Dabei stellten die Polizeikräfte 1098 Verstöße fest. In 227 Fällen wurden Verstöße aufgrund des Befahrens des Gehwegs, der Fußgängerzone oder der falschen Straßenseite geahndet. Darüber hinaus wurden in zwölf Fällen zwei Personen auf einem E-Scooter festgestellt. Auch kam es in 25 Fällen zu Ablenkungsverstößen, durch bspw. die Nutzung elektronischer Geräte auf dem Fahrrad/E-Scooter. 31 E-Scooter verstießen gegen das Pflichtversicherungsgesetz.
Zudem wurden 581 Pkw und Lkw kontrolliert. Hierbei ahndeten die Einsatzkräfte 188 Ordnungswidrigkeiten, wobei ein Schwerpunkt auf Verstößen gegen Halte- und Parkverbote auf Radverkehrsflächen lag.
Neben den Kontrollmaßnahmen suchten die Expertinnen und Experten der polizeilichen Prävention gezielt das Gespräch mit Zweiradfahrenden direkt vor Ort. In zahlreichen Gesprächen informierten sie über typische Risiken und Herausforderungen im Straßenverkehr und vermittelten wichtige Verhaltenshinweisen für mehr Sicherheit.
Ziel des Aktionstages war es, die Zahl der Verkehrsunfälle zu reduzieren und Zweiradfahrende für die Einhaltung der Verkehrsregeln zu sensibilisieren. Vorbildliches Verhalten wurde dabei ausdrücklich hervorgehoben.
Unter dem Hashtag #sichermobilleben informieren die Polizeibehörden bundesweit in den sozialen Medien über den Aktionstag und dessen Ergebnisse.
Quelle Text/Bild:
Ministerium des Innern und für Sport des Landes Rheinland-Pfalz
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Schillerplatz 3 – 5
55116 Mainz
www.rlp.de
Mainz, 29.04.2026










