Oberbürgermeisterin Kimmel besuchte den Wildpark Betzenberg

Förderverein und Referat Grünflächen gaben Einblicke vor Ort

Am Freitag, 27. März 2026, hat Oberbürgermeisterin Beate Kimmel den Wildpark auf dem Betzenberg besucht. Eingeladen hatte Klaus-Jürgen Schimansky, erster Vorsitzender des Fördervereins Wildpark Betzenberg e.V., der gemeinsam mit dem städtischen Referat Grünflächen Einblicke in die Arbeit vor Ort gab. Dabei ging es um aktuelle und zukünftige Projekte, aber auch Ideen wurden an die Oberbürgermeisterin herangetragen, wie beispielsweise eine Fotoausstellung zum Wildpark im Rathausfoyer.
„Der Förderverein trägt nachhaltig und erfolgreich mit Öffentlichkeitsarbeit und Spenden zur positiven Wahrnehmung und zum Unterhalt des Wildparks bei“, dankte Oberbürgermeisterin Beate Kimmel dem Vereinsvorsitzenden Klaus-Jürgen Schimansky stellvertretend für das Engagement der rund 120 Mitglieder. Schimansky überreichte ihr als Gastgeschenk ein Dubbeglas mit Wildpark-Motiv. Das pfalztypische Geschenk freute das Stadtoberhaupt sichtlich. Übereinstimmend mit Gerhard Prottung, Leiter des Referats Grünflächen, stellte Beate Kimmel noch einmal fest: „Der Verein leistet gemeinsam sehr viel für den Erhalt und die Weiterentwicklung des Wildparks.“ Zusammen mit Jens Heinz und Jan Christoffel von der Forstabteilung startete die Besichtigung.
Der Rundgang der Oberbürgermeisterin begann am Wildschweingehege. Dort zogen die knapp eine Woche alten Frischlinge sofort die Aufmerksamkeit auf sich. Tatsächlich seien aber die Kaninchen am beliebtesten – jedenfalls bei den Kindern – berichtete Jens Heinz. Das Team der Forstabteilung sorgt in Zusammenarbeit mit dem Förderverein für das Wohlbefinden der Tiere, das über die veterinärmedizinischen Vorgaben hinausgeht.
Die Tiere im Wildpark leben in naturbelassenen Gehegen. „Die Verbundenheit mit der Natur ist hier deutlich spürbar“, schwärmte Oberbürgermeisterin Beate Kimmel. Die Tiere suchen sich ihre Nahrung selbst, werden zusätzlich aber auch artgerecht gefüttert. Für Besucherinnen und Besucher, die die Tiere füttern möchten, stehen Futterautomaten bereit. Aufgrund der hohen Nachfrage sollen noch zwei weitere Automaten installiert werden. Den Tieren das richtige Futter zu geben ist sehr wichtig, um Krankheiten und Unwohlsein zu vermeiden. Bei den Wildschweinen könnte kontaminiertes Futter beispielsweise zu einer Ansteckung mit der Afrikanischen Schweinepest führen.
Im letzten Jahr hat der Förderverein gemeinsam mit der Forstabteilung die Beschilderung an den Tiergehegen erneuert. Die ansprechend gestalteten Tafeln geben Besucherinnen und Besuchern Informationen über die jeweilige Tierart. Einige der Tiere leben in Herden, Rotten oder Rudeln. Hier achtet die Forstabteilung darauf, dass die Struktur im Zusammenleben der Tiere stimmig ist und der Genpool nicht zu klein wird. So nehmen Partnerinstitutionen Tiere aus dem Wildpark Kaiserslautern auf und geben wiederum Tiere ab, um die genetische Vielfalt zu bewahren.



Zur Tierhaltung gehören ab und an auch medizinische Untersuchungen. So schreibt das Veterinäramt vor, den Auerochsen regelmäßig Blutproben zu entnehmen, um diese auf Rinderkrankheiten zu testen. Mit finanzieller Unterstützung des Fördervereins wurden ein Treibgang und ein Zwangsstand angeschafft, die sichtbar in dem weitläufigen Gehege stehen. So können sich die Auerochsen an die notwendige Ausstattung gewöhnen und im Bedarfsfall ohne viel Aufregung untersucht werden.
An den Wildpark angrenzend befindet sich der sogenannte Erlebniswald. Dieser Pfad durch den Wald führt entlang fünf Stationen von der Voltairestraße bis zum Wildpark. Ermöglicht wurde der Pfad durch Spenden des Pfälzerwald-Vereins. Am Anfang des Erlebniswalds beginnen oftmals die Führungen durch den Wildpark, die die städtische Forstabteilung anbietet. Bei der Besichtigung des Lehrpfads äußerte Klaus-Jürgen Schimansky den Wunsch, der Bushaltestelle „Voltairestraße“ den Beinamen „Wildpark“ zu geben. Oberbürgermeisterin Beate Kimmel nahm die Idee bereitwillig auf. Bei den Busfahrgästen würde dies in Erinnerung bleiben und dem Wildpark zu mehr Aufmerksamkeit verhelfen.
Während des Rundgangs durch den Wildpark wurden umgesetzte und geplante Projekte angesprochen. So hat der Förderverein die Sitzbänke und das Pult der Waldschule instandgesetzt. Dabei handelt es sich um ein grünes Klassenzimmer, das von Kindergärten und Schulklassen frei genutzt werden kann. Für den Förderverein war das neue Wildkatzengehege aber das bisher größte Projekt. Im Rahmen der Klimaanpassung werden derzeit Wasserrückhaltebecken rund um den Wildpark angelegt und das Betriebsgebäude soll mit passenden Graffiti verschönert werden.
Der Wildpark Kaiserslautern besteht seit mittlerweile 51 Jahren in einem Teil des Stadtwalds und erfreut sich jährlich mehr als 100.000 Besucherinnen und Besucher aller Altersgruppen. 365 Tage im Jahr bietet der 20 Hektar große Park ein kostenloses Naturerlebnis. Im April 2014 wurde der Förderverein Wildpark Betzenberg e.V. gegründet, um Menschen zu gewinnen und anzusprechen, die den Wildpark wertschätzen und sich für die dort lebenden Tiere interessieren. Der Förderverein steht in ständigem Kontakt zur Forstabteilung des städtischen Referats Grünflächen.

Die neugeborenen Frischlinge zogen bei dem Rundgang sofort die Aufmerksamkeit auf sich.

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Quelle Text/Bild:
Pressestelle der Stadtverwaltung Kaiserslautern
Willy-Brandt-Platz 1, 67657 Kaiserslautern
www.kaiserslautern.de

Kaiserslautern, 01.04.2026

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