Der Ausbau der Windenergie in Rheinland-Pfalz schreitet weiter voran. Am Standort der ZAK – Zentrale Abfallwirtschaft Kaiserslautern wird eine weitere Windenergieanlage realisiert. Mit der nun vierten Anlage wird ein wichtiger Beitrag zur Energiewende, zum Klimaschutz und zur Versorgungssicherheit im Land geleistet. Die rheinland-pfälzische Umwelt- und Klimaschutzministerin Katrin Eder ließ es sich am Freitag, 6. Februar nicht nehmen zusammen mit dem Jan Deubig, Vorstand ZAK, Landrat Ralf Leßmeister und zahlreichen weiteren Gästen, den ersten Spatenstich zu setzen.
Die drei Windenergieanlagen auf dem Gelände der ZAK prägen seit Ende der 90er Jahre den Blick auf das Abfallwirtschaftszentrum. Zuletzt wurden 2014 die drei Anlagen durch eine effizientere Anlagengeneration ersetzt. Spätestens bis Februar 2028 soll nun eine weitere, neue Anlage auf der Grenze zwischen Betriebsgelände und Staatsforst errichtet werden. Der erzeugte Strom soll vorrangig in das allgemeine Verteilnetz eingespeist werden. Die Investitionskosten belaufen sich insgesamt auf 13,09 Millionen Euro.
Das Projekt wird von der ZAK trotz sinkender Einspeisevergütungen als wirtschaftlich und ökologisch sinnvoll erachtet und leistet neben der Dekarbonisierung der Energieversorgung auch einen Beitrag zur strategischen Unabhängigkeit von Energie- und Ressourcenimporten in der Region.
„Rheinland-Pfalz hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2040 klimaneutral zu werden. Um dieses Ziel zu erreichen, ist ein schneller und konsequenter Ausbau der erneuerbaren Energien notwendig“, erklärte die Ministerin. Nach dem Windenergieflächenbedarfsgesetz ist Rheinland-Pfalz verpflichtet, bis Ende 2032 rund 2,2 Prozent der Landesfläche für Windenergie am Land auszuweisen. Als waldreichstes Bundesland Deutschlands kommt dabei dem Wald eine wichtige Rolle zu.
„Waldstandorte in Höhenlagen sind aus windenergetischer Sicht häufig besonders geeignet. Zugleich müssen Windanlagen so geplant und genutzt werden, damit die Wälder als Hotspot für Biodiversität und Naherholung möglichst erhalten werden. Diese Strategie verfolgt das Land im Staatswald“, erläuterte die Ministerin. Auch am Standort der ZAK werde diesem Anspruch Rechnung getragen. „Die neue Windenergieanlage wird mit minimalem Eingriff in den Wald realisiert“, verspricht Katrin Eder.
ZAK-Vorstand Jan Deubig verweist darauf, dass ein Großteil der Transporte, insbesondere für Fundamente und Anlagenteile, über bestehende Wege auf dem Gelände erfolgen werde. Damit könnten zusätzliche Belastungen vermieden werden, zumal die Wälder aufgrund der Klimakrise bereits heute erheblich unter Druck stünden.
Mit der vierten Windenergieanlage steigt die Stromerzeugung am Standort auf insgesamt rund 55 Kilowattstunden pro Jahr. Rein rechnerisch können damit etwa 17.800 Haushalte mit klimafreundlichem Strom versorgt werden. Das entspricht rund einem Drittel des privaten Strombedarfs der Stadt Kaiserslautern. Die Zahlen verdeutlichen den hohen Beitrag, den Windräder zu einer effizienten und nachhaltigen Stromversorgung leisten. „Eine klimafreundliche Energieversorgung bedeutet nicht nur mehr Klimaschutz, sie bewahrt langfristig auch unserer Wälder. Denn Klimaschutz ist Waldschutz“, betonte Umweltministerin Katrin Eder.
Die neue Windenergieanlage vom Typ Vestas EnVentus V 162 verfügt über eine Leistung von 7,2 Megawatt. Die Nabenhöhe beträgt 169 Meter, der Rotordurchmesser 162 Meter. Insgesamt wird ein Jahresertrag von rund 12,6 Millionen Kilowattstunden prognostiziert. Das entspricht einem Jahresbedarf von etwa 4.200 Privathaushalten. Die neu zu errichtende vierte Anlage wird von der ZAK selbst errichtet und betrieben. Damit verfügt die ZAK, die sich nach Aussagen ihres Vorstands Deubig als Vorreiterin und Rückgrat der regionalen Energiewende sieht, über ein umfangreiches Portfolio zur Versorgung der Region mit erneuerbarem Strom und Wärme, das auch grund- und spitzenlastfähig ist.
Deubig beschreibt den Standort der ZAK als ideal geeignet für die Errichtung der vierten Anlage, denn hier sei das entsprechende Knowhow vorhanden und es seien, was auch das sehr kurze Genehmigungsverfahren gezeigt habe, keine Konfliktpotentiale vorhanden. In diesem Zusammenhang dankt der ZAK-Vorstand ausdrücklich der zuständigen Umweltministerin Katrin Eder und der Forstverwaltung für die konstruktive Unterstützung und Begleitung des Projektes. ZAK-Verwaltungsratsvorsitzender Ralf Leßmeister dankte im Namen der drei Anstaltsträger allen Beteiligten für die engagierte Umsetzung des Vorhabens von der Planung bis zum ersten Spatenstich. Mit dem Ausbau der Energieerzeugung werde die Krisenresilienz der Region weiter gestärkt, so Leßmeister.


Besuchen Sie uns doch auch gerne unter
facebook.com/KreisverwaltungKL
instagram.com/kv_kaiserslautern/
Bild: Reiner Voß, © Landkreis Kaiserslautern
Quelle Text/Bild:
Kreisverwaltung Kaiserslautern
Pressestelle und Kultur
Lauterstraße 8
67655 Kaiserslautern
www.kaiserslautern-kreis.de
Kaiserslautern, 06.02.2026
#kreiskaiserslautern #kaiserslautern #kaiserslauterngermany #Lautern #nachrichtenkl #ktown #klnews #pfalz #westpfalz #kreisverwaltungkl #kreisverwaltungkaiserslautern





