High-Protein-Produkte: Nötig oder überflüssig?

Infostand der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz am Höfchen

Eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Protein braucht keine angereicherten Protein-Waffeln, -Kekse und Co.
Die Auswahl an High-Protein Produkten wächst. Von Knäckebrot über Waffeln und Kaffee ist alles mit zusätzlichem Protein erhältlich. Passend dazu veranstaltet die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz direkt in der Mainzer Innenstadt einen Infostand. Besucher:innen haben die Möglichkeit, sich umfassend über die Unterschiede von Lebensmitteln mit natürlichem Protein-Gehalt und High-Protein Produkten zu informieren.
Je mehr Protein, desto besser? Proteine sind wichtige Baustoffe für zahlreiche Prozesse im Körper. Sie werden unter anderem für die Bildung von Zellen, Hormonen, für die Immunabwehr und natürlich für den Muskelaufbau benötigt. Protein, oder auch Eiweiß genannt, steckt in vielen Lebensmitteln wie Fisch, Milchprodukten, Eiern, Fleisch, sowie in pflanzlichen Quellen wie Hülsenfrüchten (z.B. Linsen, Soja oder Erbsen) und Getreideprodukten.
Trotz dieses breiten Lebensmittelangebotes wächst das Sortiment sogenannter High-Protein Produkte stetig. Protein ist zwar sowohl im Alltag als auch im Sport wichtig, der Bedarf lässt sich jedoch gut über herkömmliche Lebensmittel decken. So liefert Quark gleich auch Calcium und Vitamin B 12. Oder wer Linsen isst, nimmt jede Menge Ballaststoffe und Zink auf. „Echte Lebensmittel, die ohne Süßungsmittel und Aromen auskommen, liefern uns nicht nur Protein, sondern ganz nebenbei auch alle anderen Nährstoffe, die wir brauchen“, verdeutlicht Marlene Bär, Fachbereichsleitung Lebensmittel und Ernährung der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Heike Troue, Vorständin der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, ergänzt: „Wir greifen mit dem Infostand einen Trend auf, der uns wegführt von einer Ernährung, die uns mit allen Nährstoffen versorgt. Dabei ist eine ausgewogene Ernährung ein wichtiger Schutzfaktor vor den Volkskrankheiten wie Adipositas, Diabetes und Bluthochdruck“.
Beim Infostand kann überprüft werden, wie sich der eigene Bedarf mit eiweißreichen Lebensmitteln decken lässt. Spielerische Elemente wie ein Protein-Zuordnungsspiel oder Quizfragen bieten zusätzlich einen unterhaltsamen Zugang zum Thema.
Interessierte Mainzerinnen und Mainzer können an dem Stand einen Stopp machen, um sich besser über die Produkte zu informieren und dabei gleich den eigenen Proteinbedarf ausrechnen zu lassen.
„Gesunde Ernährung ist nicht durch die Einnahme von Supplementen zu ersetzen. Wir empfehlen eine Ernährung aus überwiegend unverarbeiteten frisch zubereiteten Produkten. Jedoch zeigen solche „teuren Trends“, dass fundierte Aufklärung heute wichtiger ist denn je“, sagte Michael Hauer, Staatssekretär im Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität. „Daher fördern wir die wichtige Aufklärungsarbeit der Verbraucherzentrale seit mittlerweile 12 Jahren. Damit stärken wir auch ein Einkaufsverhalten bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern, welches auf Qualität und Nachhaltigkeit setzt.“ Hauer besucht den Infostand in der Innenstadt, um Heike Troue die Zuwendungsbescheide für den Bereich Ernährung für das Jahr 2026 zu übergeben.



Quelle Text/Bild:
Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz e.V.
Seppel-Glückert-Passage 10
55116 Mainz
www.verbraucherzentrale-rlp.de

Mainz, 04.02.2026

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