Im Rahmen einer Kreistags-Sondersitzung und mit einem großen Empfang in der Stadthalle Landstuhl wurde Gudrun Heß-Schmidt als Erste Kreisbeigeordnete des Landkreises Kaiserslautern von Landrat Ralf Leßmeister verabschiedet. Zahlreiche Gäste waren erschienen, um Heß-Schmidt für ihre geleistete Arbeit zu danken. Gleichzeitig wurde ihr Nachfolger Jan Schneider ernannt, vereidigt und in sein Amt eingeführt.
„Ich verabschiede mich mit großer Dankbarkeit, mit Respekt vor dem gemeinsam Erreichten und ja, auch mit viel Wehmut“, sagte Heß-Schmidt in ihrer Dankesrede. „Ich bin sehr mit meiner Heimat verwurzelt, ich liebe unseren Landkreis mit all seinen Facetten, es war mir eine Ehre und Verpflichtung mich mit ganzer Kraft für diesen Landkreis und auch für den jeweiligen Landrat als Beigeordnete einzusetzen und zu unterstützen“, betonte sie. „Ich wollte eine Beigeordnete für alle sein.“
Landrat Ralf Leßmeister dankte Heß-Schmidt für die jahrelange erfolgreiche Zusammenarbeit. „Nach 24 Jahren hauptamtlicher Tätigkeit als Erste Kreisbeigeordnete – endet nun für dich, liebe Gudrun, ein beruflicher Lebensabschnitt, der eng mit der Entwicklung unseres Landkreises verbunden ist“, sagte Leßmeister. „Du hast in dieser Zeit nicht nur Projekte begleitet, sondern auch Strukturen gestaltet, Entscheidungen vorbereitet und vor allem viele Menschen zusammengeführt.“
Leßmeister erinnerte an die ereignisreichen Jahre, die Heß-Schmidt in ihrer Zeit als Erster Kreisbeigeordneten und als Leiterin des Katastrophenschutzes erlebt hat. „Du hast bleibende Spuren hinterlassen – in Projekten, in Entscheidungen, vor allem aber in den Köpfen und Herzen der Menschen, die mit dir gearbeitet haben.“
Marcus Klein sprach stellvertretend für die Fraktionen im Kreistag und erinnerte an die vielen Herausforderungen, denen sich Heß-Schmidt stellen musste. Besonders hob er ihr Engagement im Katastrophenschutz und ihre Bemühungen zum Ausbau des ÖPNV hervor. „Du warst immer da, wenn Verantwortung gebraucht wurde“, dankte er der scheidenden Kreisbeigeordneten. Ihrem Nachfolger Jan Schmidt wünschte er eine glückliche Hand bei allen Entscheidungen.
Zum Abschied überreichte Landrat Leßmeister an Heß-Schmidt ein Präsent in Form eines speziell angefertigten Rings, in den alle Tätigkeitsbereiche von Heß-Schmidt als kleine Symbole eingraviert sind.
Eine besondere Ehre wurde Heß-Schmidt anschließend zuteil, als sie für ihre Dienste im Katastrophenschutz von Franz-Josef Preis (Vors. des Kreisfeuerwehrverbands), Brand- und Katastropheninspekteur Michael Herfurt und Landrat Leßmeister mit der Ehrennadel des Feuerwehrverbandes in Gold ausgezeichnet wurde.
Doch damit war der Abend nicht zu Ende: Vor der Stadthalle war die Ehrenformation des Katastrophenschutzes des Landkreises zum Großen Zapfenstreich angetreten. Musikalisch begleitet von der Kolpingkapelle Kindsbach ehrten die Mitglieder des Katastrophenschutzes ihre langjährige Leiterin und Kameradin. Heß-Schmidt zeigte sich zutiefst bewegt von dieser Überraschung.
Der neue Erste Kreisbeigeordnete, Jan Schneider (CDU), blickt mit Respekt aber zugleich zuversichtlich auf seine neue Aufgabe. „Meine persönliche Agenda für die ersten 100 Tage im Amt lässt sich in einem Wort zusammenfassen: Zuhören. Zuhören den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kreisverwaltung, um gemeinsam die weitere Entwicklung unseres Landkreises zu gestalten“, erklärte Schneider.
Der 49-jährige Schneider hat eine Ausbildung zum Bankkaufmann absolviert und verfügt über zwei akademische Abschlüsse: ein Diplom in Betriebswirtschaft (FH) von der Fachhochschule Kaiserslautern sowie einen Master of Arts in Personalentwicklung von der Technischen Universität Kaiserslautern. Beruflich war er zuletzt bei der Landesbank Saar (SaarLB) tätig, wo er die Betreuung von Kommunalkunden sowie Finanzdienstleistungen für die öffentliche Hand in Deutschland verantwortet. Dabei waren die Bundesländer Saarland und Rheinland-Pfalz der Schwerpunkt.
Politisch engagiert sich Schneider seit 1999 im Verbandsgemeinderat Landstuhl, seit 2009 als Vorsitzender der CDU-Fraktion. Im Ortsgemeinderat Bann ist er seit 2004 aktiv; dort war er von 2009 bis 2014 Beigeordneter und im Anschluss bis 2024 Fraktionsvorsitzender. Seit 2024 gehört er außerdem dem Kreistag an.
Gudrun Heß Schmidt wurde 2002 zur 1. Kreisbeigeordneten gewählt. Drei Amtszeiten, unter den Landräten Rolf Künne, Paul Junker und zuletzt Ralf Leßmeister, war sie als Geschäftsbereichsleiterin für die Abteilungen „Ordnung, Verkehr und Schulen“, zu der auch der Brand- und Katastrophenschutz, der Rettungsdienst und die Ausländerbehörde gehören, sowie die Abteilung „Lebensmittelüberwachung, Veterinärwesen und Landwirtschaft“ mit der dazugehörigen Unteren Jagdbehörde zuständig.
Vor 68 Jahren in eine Alsenborner Bäckerfamilie geboren, studierte Heß-Schmidt Rechtswissenschaft in Mainz und Betriebswirtschaft an der damaligen Fachhochschule Worms, wo sie ab 1989 die Verwaltung des Studiengangs European Business Management und ab 1995 die Verwaltungsleitung des neu gegründeten Europa-Instituts und des Akademischen Auslandsamts der Hochschule verantwortete. Seit 1982 gehört sie der CDU an und ist Mitglied des Verbandsgemeinderats Enkenbach-Alsenborn. Sie ist zudem Vorsitzende des SV Alsenborn.
Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von Mitgliedern der Kreismusikschule unter der Leitung von Kristina Schier.






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