Seit vier Jahren, seit 17. Dezember 2021, ist Anja Pfeiffer Beigeordnete der Stadt Kaiserslautern. Zeit für eine Zwischenbilanz der Dezernentin für Jugend und Sport, Soziales und Schulen – und die fällt eindeutig positiv aus. In den vier Jahren wurden in allen Bereichen wichtige Entwicklungen vorangetrieben, und das trotz anfänglich großer Herausforderungen wie den letzten Ausläufern der Corona-Pandemie oder der Flüchtlingswelle im Jahr 2022.
Kita-Bedarfsplanung und Fachkräftesicherung im Kita-Bereich
Ein zentrales Anliegen von Anja Pfeiffer war und ist es, den Kita-Bereich in Kaiserslautern zukunftsfähig zu gestalten. Die fortlaufend aktualisierte Kita-Bedarfsplanung sowie das Kita-Zukunftskonzept stellen sicher, dass jedes Kind einen Kita-Platz erhält. Insbesondere der Ausbau der U-2-Plätze wurde zielgerichtet vorangetrieben, und auch die Schaffung von Kita-Plätzen in besonders nachgefragten Bereichen ist eine der zentralen Aufgaben. „Jedes Kind hat ein Recht auf frühkindliche Förderung – dieser Grundsatz gilt auch in Kaiserslautern. Wir haben die Grundlage geschaffen, um den zukünftigen Bedarf an Kita-Plätzen nachhaltig zu decken“, so Pfeiffer.
Im Hinblick auf die Fachkräftesicherung hat die Stadt Kaiserslautern ein neues Personalkonzept entwickelt. Dies sieht unter anderem eine Erweiterung der Ausbildungsplätze vor, um den Bedarf an Kita-Fachkräften langfristig zu sichern. Zusätzlich wurden Maßnahmen zur Bindung von Azubis getroffen, um eine hohe Ausbildungsqualität und Perspektiven für junge Menschen in Kaiserslautern zu gewährleisten.
Schulentwicklungsplan und Schulausstattung
Ein weiterer wichtiger Meilenstein war die Erarbeitung und Verabschiedung des Schulentwicklungsplans, der die langfristige strategische Ausrichtung der Schullandschaft in Kaiserslautern bis zum Schuljahr 2033/34 festlegt. Mit dem neuen Plan liegt eine wichtige Grundlage vor, um das Bildungsangebot in Kaiserslautern auch in den kommenden Jahren bedarfsgerecht, zukunftsorientiert und nachhaltig zu gestalten. Nach gut einjähriger Vorbereitung wurde er im vergangenen November vom Stadtrat verabschiedet.
Wichtiger Baustein des Plans und auch der Arbeit von Anja Pfeiffer ist die Modernisierung der schulischen Ausstattung, sowohl digital wie auch analog. Zahlreiche Schulen bekamen neue Möbel, digitale Tafeln und auch digitale Endgeräte. „Wir haben die Mittel, die uns aus dem Digitalpakt Schulen zur Verfügung standen, bis auf den letzten Cent ausgegeben“, so Pfeiffer. Die Schulsoftware Sdui wurde um zwei neue Module erweitert, wodurch Eltern und Lehrkräfte noch mehr Möglichkeiten haben, auf digitalem Weg zu kommunizieren. „Die Schulen unserer Stadt müssen auch weiterhin gute Lernbedingungen bieten. Dazu gehört eine zeitgemäße Ausstattung, von modernen Klassenzimmern bis hin zu funktionalen Sporthallen und digitalen Lehrmitteln“, erklärt Pfeiffer. Inzwischen liegt die Digitalisierung der Schulen jedoch nicht mehr in ihren Händen, sondern im 2024 neugegründeten Verwaltungsreferat für Digitalisierung und Innovation.
Ganztagsschulangebote und Schulsozialarbeit
„Es ist ein zentrales Anliegen, dass alle Kinder, unabhängig von ihrer Herkunft oder sozialen Lage, gleiche Chancen auf Bildung und Teilhabe erhalten“, betont die Beigeordnete. Mit der Einführung des Ganztagsschulfördergesetzes (GAFÖG) konnte der Ausbau der Schulbetreuungsangebote deutlich verbessert werden. Dies betreffe, so Pfeiffer, sowohl die Nachmittagsbetreuung als auch die Ferienangebote, die für Kinder und Eltern gleichermaßen von Bedeutung sind. Die Ferienbetreuung wurde nach erfolgreichem Testbetrieb in zwei Schulen nun verstetigt.
Auch im Bereich der Schulsozialarbeit wurden Fortschritte erzielt. In Zusammenarbeit mit den Schulen wurde ein Konzept entwickelt, das die schulische Integration von Kindern aus schwierigen sozialen Verhältnissen unterstützt. Ein neues Index-System wurde eingeführt, wonach der weitere Ausbau und die Verteilung der Stellen der Schulsozialarbeit auf Basis sozialer Indikatoren erfolgen.
Jugendsozialraumanalyse und Jugendstrategie
Im Bereich der Jugendförderung wurde eine Jugendsozialraumanalyse durchgeführt und eine neue Jugendstrategie erarbeitet, die Platz für mehr Angebote und Räume für Kinder und Jugendliche schafft. Diese Strategie sieht nicht nur die Erweiterung bestehender Angebote vor, sondern auch neue Begegnungsstätten und Projekte, die auf die Bedürfnisse der Jugendlichen eingehen. Der Jugendhilfeausschuss hat in seiner Sitzung am 27. November die neue Strategie zur Professionalisierung der städtischen Jugendarbeit beschlossen. Pfeiffer: „Das zentrale Ziel des Konzepts ist es, eine vernetzte, gemeinwesenorientierte Jugendarbeit zu schaffen, die die Stadtentwicklung berücksichtigt und die Fachkräfte gezielt in die Stadtteilentwicklung einbindet.“
Wohnraumstrategie und Bekämpfung von Wohnungslosigkeit
Der Wohnungsmangel in Kaiserslautern wurde ebenfalls angegangen: In Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern wurde unter Federführung des Sozialreferats das im Herbst 2025 erstmals öffentlich vorgestellte „Drei-Säulen-Konzept“ entwickelt, eine umfassende, ganzheitliche Strategie zur Bekämpfung der Wohnungslosigkeit. Diese umfasst sowohl die Bereitstellung von Sozialwohnungen als auch Beratungs- und Betreuungsangebote für von Wohnungslosigkeit betroffene Menschen und ebenso Asylsuchende. „Wohnraum ist ein elementares Bedürfnis und die Grundlage für ein selbstbestimmtes Leben. Wir setzen alles daran, diese Herausforderung gemeinsam zu meistern“, erklärt Pfeiffer. Die positiven Entwicklungen der vergangenen Monate wie das neue Konzept für das Clearinghaus oder die neue Satzung für Obdachlosenunterkünfte fußen bereits auf den Ideen des Drei-Säulen-Modells.
In Zusammenhang mit der Wohnraumstrategie und dem Kampf gegen Obdachlosigkeit ist auch die Neukonzeptionierung der „Glockestubb“ 2023 aus heutiger Sicht als Erfolg zu werten. „Gegen alle Widerstände“ habe sie sich durchsetzen müssen, als es darum ging, die ehemals städtische Einrichtung in der Pariser Straße der Caritas anzuvertrauen, wie die Sozialdezernentin berichtet. „Heute hat sich die Glockestubb von einer reinen Anlaufstelle für Obdachlose hin zu einer Anlaufstelle für Menschen in schwierigen Lebenssituationen mit medizinischen und psychosozialen Angeboten entwickelt – ein unverzichtbares niedrigschwelliges Angebot.“
Seniorenarbeit: Neues Konzept ab 2026
Mit Blick auf die zunehmende Zahl älterer Menschen in Kaiserslautern wird derzeit das erste seniorenpolitische Konzept entwickelt, das im Frühjahr 2026 fertiggestellt werden soll. „Die Bedürfnisse unserer älteren Generation sind von großer Bedeutung und wir möchten sicherstellen, dass die Seniorenarbeit in Kaiserslautern auch in Zukunft den Anforderungen gerecht wird“, so Pfeiffer. Im Rahmen des Konzepts wird auch die mehrfach gewünschte Einrichtung eines Seniorenbüros geprüft.
Wichtiger Fokus: Interkommunalität
Wenn es eine Sache gibt, die sich quer durch alle Zuständigkeitsbereiche von Anja Pfeiffer zieht, dann sind es Pflege und Ausbau der Zusammenarbeit mit den benachbarten kommunalen Gebietskörperschaften, insbesondere mit dem Landkreis Kaiserslautern. Nicht nur wurden bestehende Kooperationen wie etwa auf dem Gebiet der Adoptionsvermittlung, der Demenz oder der Pflege fortgeführt, es kamen auch neue dazu. Dazu zählen ein Pilotprojekt der Landkreise Kaiserslautern, Kusel, Donnersbergkreis sowie der Stadt für eine gemeinsame Koordinierungsstelle „Vormundschaften“ oder die gemeinsame Initiative der gesamten Westpfalz für eine bessere ärztliche Versorgung, mündend etwa in einem Kooperationsvertrag mit der Semmelweis-Universität in Budapest. Jüngstes Positivbeispiel ist die Fusion der Jobcenter von Stadt und Landkreis Kaiserslautern.
Persönlich vor Ort
Dass bei all diesen Themen nichts über die persönliche Erfahrung vor Ort geht, ist der Beigeordneten ganz wichtig. So war es ihr bereits direkt nach ihrem Amtsbeginn im Frühjahr 2022 ein Anliegen, alle städtischen Schulen und Kitas zu besuchen, um sich ein Bild von der Situation vor Ort zu machen und zu erleben, wo gegebenenfalls der Schuh drückt. Diese Visite soll nun wiederholt werden. Um in Sachen Grundschulen am Ball zu bleiben, wurde unter Pfeiffers Ägide auch ein neues Austauschformat eingeführt. Zweimal im Jahr treffen sich die Schuldezernentin und die Leitung des Schulreferats nun mit den Grundschulleitungen. Auch das soll selbstverständlich im neuen Jahr fortgeführt werden.
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Quelle Text/Bild:
Pressestelle der Stadtverwaltung Kaiserslautern
Willy-Brandt-Platz 1, 67657 Kaiserslautern
www.kaiserslautern.de
Kaiserslautern, 20.01.2026
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