Auf dem Ausbildungsmarkt sind die zukünftigen Fachkräfte nach wie vor heiß begehrt. Den Jugendlichen steht eine Vielzahl an beruflichen Möglichkeiten zur Verfügung. In verschiedenen Branchen fällt es den Unternehmen schwerer, Nachwuchskräfte zu finden. Die Agentur für Arbeit unterstützt auch weiterhin, damit junge Menschen den passenden Ausbildungsplatz finden und Unternehmen mit den Fachkräften von morgen zusammenkommen.
In der Westpfalz und damit im Bereich der Agentur für Arbeit Kaiserslautern-Pirmasens (Stadt Kaiserslautern, Stadt Pirmasens, Stadt Zweibrücken, Landkreis Donnersbergkreis, Landkreis Kaiserslautern, Landkreis Kusel, Landkreis Südwestpfalz) waren bis zum Abschluss des Ausbildungsmarktes insgesamt 2.784 Interessierte als Bewerber und Bewerberinnen für eine Ausbildungsstelle oder ein duales Studium bei der Berufsberatung gemeldet, darunter befanden sich 509 Jugendliche mit Migrationshintergrund.
Von den 2.784 Bewerbern und Bewerberinnen waren zahlenmäßig 258 Personen (9 Prozent) weniger als im vergangenen Beratungsjahr gemeldet. Aktuell suchen 119 Bewerber und Bewerberinnen aktiv nach einer Ausbildung oder einem dualen Studium. Alle anderen Bewerber bzw. Bewerberinnen haben sich bereits für ein Angebot entschieden oder eine andere Alternative für sich gefunden.
„Die Berufs- und Studienberatung unserer Arbeitsagentur ist für die jungen Menschen an allen Schulen in der Region regelmäßig präsent und ansprechbar – das zahlt sich aus: So können wir unkompliziert ins Gespräch kommen, in der Arbeitswelt orientieren und beraten“, erklärt Peter Weißler, der Leiter der westpfälzischen Agentur für Arbeit.
35 Prozent der gemeldeten Bewerber bzw. Bewerberinnen bewarben sich mit dem Realschulabschluss, 32 Prozent mit der Berufsreife und 27 Prozent mit der Fach- oder Hochschulreife auf die offenen Stellen. 45 Prozent der Jugendlichen hat die Schule im aktuellen Berufsberatungsjahr beendet, die Übrigen schon vor längerer Zeit.
Bei ihren Berufswünschen orientierten sich die Jugendlichen an den Entwicklungen des Arbeits- und Ausbildungsmarktes. Die Top 10 der Berufswünsche der Jugendlichen sind:
1. Kaufmann/-frau – Büromanagement
2. Verkäufer/in
3. Kraftfahrzeugmechatroniker/in – Personenkraftwagentechnik
4. Medizinische/r Fachangestellte/r
5. Kaufmann/-frau im Einzelhandel
6. Fachinformatiker/in – Anwendungsentwicklung
7. Friseur/in
8. Maler/in und Lackierer/in – Gestaltung und Instandhaltung
9. Fachinformatiker/in – Systemintegration und Anlagenmechanik
10. Anlagenmechaniker/in – Sanitär-/Heizungs- und Klimatechnik
„Den jungen Menschen stehen alle Möglichkeiten für die Zeit nach der Schule offen. Der weitere Weg ist auch abhängig vom jeweiligen Schulabschluss, denn die Voraussetzungen für die Aufnahme einer dualen Ausbildung, eines dualen Studiums oder eines Hochschulstudiums sind unterschiedlich. In den Beratungen dreht es sich immer wieder um den Wunsch nach einem höheren Schulabschluss, um danach ein Studium oder duales Studium zu absolvieren. Aber die duale Ausbildung hat keinesfalls an Stellenwert verloren. Viele junge Menschen haben auch in diesem Beratungsjahr diesen Weg eingeschlagen“, sagt Peter Weißler.
Es haben sich bislang 2.665 Jugendliche bei der Berufsberatung abgemeldet. Von ihnen begannen rund 41 Prozent eine Berufsausbildung bzw. ein duales Studium. Elf Prozent der abgemeldeten Jugendlichen besuchen auch zukünftig die Schule. Weitere drei Prozent starteten in ein Studium. 45 Prozent der Bewerber bzw. Bewerberinnen nahmen eine Erwerbstätigkeit auf, begannen eine Fördermaßnahme zur Berufsvorbereitung oder leisten gemeinnützige/soziale Dienste.
Die regionalen Unternehmen haben 2.424 Ausbildungs- und duale Studienplätze gemeldet (201 Stellen bzw. 8 Prozent weniger als vor einem Jahr). Rein rechnerisch kommen damit auf 100 Stellen 120 Bewerber bzw. Bewerberinnen.
„In den letzten Jahren machte sich auf Arbeitgeberseite Resignation breit, obwohl die Bereitschaft eigene Nachwuchskräfte auszubilden weiterhin vorhanden war. Da viele Ausbildungsstellen in den vergangenen Jahren bereits nicht besetzt werden konnten, melden einige Arbeitgeber ihre Lehrstellen erst gar nicht mehr bei der Arbeitsagentur. Neben der aktuell herausfordernden Situation für Unternehmen erklärt das die leicht rückläufige Anzahl der gemeldeten Ausbildungsplätze“, so Weißler.
Es blieben 162 Ausbildungs- und duale Studienplätze unbesetzt, vor allem in den folgenden Berufen:
• Mechatroniker/in
• Kaufmann/-frau im Einzelhandel
• Kaufmann/-frau – Büromanagement
• Verkäufer/in
• Metallbauer/in – Konstruktionstechnik
Die Top 10 der insgesamt gemeldeten Ausbildungsstellen (inklusive der dualen Studienplätze) waren:
1. Kaufmann/-frau im Einzelhandel
2. Verkäufer/in
3. Kaufmann/-frau – Büromanagement
4. Fachkraft – Lagerlogistik
5. Maler/in und Lackierer/in – Gestaltung und Instandhaltung
6. Elektroniker/in für Betriebstechnik
7. Industriemechaniker/in
8. Fachkraft Metalltechnik – Zerspanung
9. Industriekaufmann/-frau
10. Anlagenmechaniker/in – Sanitär-/Heizungs- und Klimatechnik
„Obwohl der Start der Ausbildungen bereits erfolgt ist, ist es immer noch möglich, im Spätherbst eine Ausbildung zu beginnen. Ein Termin bei der Berufsberatung ist immer ein guter erster Schritt in diese Richtung, da hier alle Möglichkeiten aufgezeigt werden können“, rät Peter Weißler allen jungen Menschen, das Beratungsangebot der Agentur für Arbeit zu nutzen.
Das umfangreiche Angebot umfasst auch Brücken, die in die Berufsausbildung führen können. So ermöglicht ein Berufsorientierungspraktikum praxisnahe Einblicke in einen Ausbildungsberuf. Mögliche Fahr- und Übernachtungskosten können übernommen werden.
Mit der Einstiegsqualifizierung (EQ) können junge Menschen an eine Ausbildung herangeführt werden. Die EQ ist ein sozialversicherungspflichtiges betriebliches Langzeitpraktikum, das zwischen vier und zwölf Monaten dauern kann. Ausbildungssuchende erhalten vom Arbeitgeber eine Praktikumsvergütung, der Praktikumsbetrieb wiederum einen finanziellen Zuschuss zur vereinbarten Vergütung.
Eine weitere Unterstützungsmöglichkeit bietet die Assistierte Ausbildung, die junge Menschen bereits bei der Suche nach einem passenden Ausbildungsplatz und bei Bedarf auch ausbildungsbegleitend unterstützt. Die Auszubildenden erhalten bedarfsgerechten Stütz- und Förderunterricht und sozialpädagogische Begleitung, sofern dies erforderlich ist.
Über all diese Möglichkeiten informiert die Berufsberatung. Die Beraterinnen und Berater sind von überall telefonisch und per Videotelefonie erreichbar und bieten individuelle Beratungen an: 0800 4 5555 00.
Quelle Text/Bild:
Agentur für Arbeit Kaiserslautern-Pirmasens
Augustastr. 6
67655 Kaiserslautern
www.arbeitsagentur.de
Kaiserslautern, 31.10.2026
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