Der rheinland-pfälzische Landtag hat heute beschlossen, dass sich Rheinland-Pfalz im Bundesrat für die Einführung der Widerspruchslösung bei der Organspende einsetzen soll. Der Landtagsabgeordnete Andreas Rahm (SPD) begrüßt den Beschluss: „Für mich ist klar: Bei der Organspende dürfen wir uns mit dem derzeitigen Zustand nicht zufriedengeben. Hinter den Zahlen stehen Menschen, die auf ein lebensrettendes Organ warten. Deshalb halte ich es für richtig und notwendig, neue Wege zu gehen.“
Nach Angaben der Deutschen Stiftung Organtransplantation warteten Ende 2025 bundesweit 8.199 Menschen auf ein Spenderorgan. Gleichzeitig gab es 985 Organspenderinnen und Organspender. Auch in Rheinland-Pfalz ist die Zahl der Organspenden weiterhin niedrig. Bei der Widerspruchslösung gilt grundsätzlich die Bereitschaft zur Organspende, sofern ein
Mensch zu Lebzeiten nicht widersprochen hat. „Dabei bleibt die persönliche Entscheidungsfreiheit erhalten. Jeder Mensch kann weiterhin selbst entscheiden und einer Organspende widersprechen“, betont Rahm.
Organspende betrifft auch die Menschen in Kaiserslautern unmittelbar. Das Westpfalz-Klinikum verfügt am Standort Kaiserslautern über Strukturen der Transplantationsmedizin und engagiert sich auch im Bereich der Organspende. „Das Thema ist für mich nicht abstrakt oder weit weg. In Kaiserslautern erleben wir unmittelbar, welche Bedeutung Organspende für Patientinnen und Patienten haben kann“, so Rahm. „Hinter dem politischen Begriff stehen ganz konkrete Menschen aus unserer Region, Menschen, die auf ein Organ warten, Angehörige sowie Ärztinnen, Ärzte und Pflegekräfte, die täglich mit diesen schwierigen Situationen umgehen.“ Rahm würdigt ausdrücklich die Arbeit des Westpfalz-Klinikums: „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten bei einem medizinisch und menschlich anspruchsvollen Thema wichtige
Arbeit. Gute Strukturen in den Krankenhäusern sind unverzichtbar. Sie allein können den Mangel an Spenderorganen aber nicht lösen.“ Der heutige Landtagsbeschluss sei deshalb vor allem ein Signal an die Bundespolitik.
„Rheinland-Pfalz kann das Problem nicht alleine lösen. Jetzt kommt es darauf an, dass wir gemeinsam mit anderen Ländern im Bundesrat für eine neue Regelung werben.“
Neben der Widerspruchslösung seien weiterhin gute Aufklärung, verlässliche Strukturen in den Krankenhäusern und eine sensible Begleitung der Angehörigen entscheidend. „Organspende ist eine zutiefst persönliche Entscheidung. Gerade deshalb brauchen wir Respekt vor dem Willen jedes Einzelnen. Gleichzeitig müssen wir den Mut haben, bestehende Regelungen zu hinterfragen, wenn sie nicht ausreichen. Unser Ziel muss sein, mehr Menschen die Chance auf ein neues Leben zu geben.“
Quelle Text/Bild:
Wahlkreisbüro Andreas Rahm MdL
Schulstr. 5
67655 Kaiserslautern
www.andreas-rahm.de
Kaiserslautern: 18.09.2026









