Die anhaltende Trockenheit und Hitzewelle haben der Integrierten Leitstelle Kaiserslautern – die für die Stadt und den Landkreis Kaiserslautern, den Donnersbergkreis sowie den Landkreis Kusel zuständig ist – und der Feuerwehr Kaiserslautern ein außergewöhnlich arbeitsreiches Wochenende beschert. Da mit Beginn der Wetterlage die Notrufe und infolgedessen die Einsätze für den Rettungsdienst sowie den Brand- und Katastrophenschutz kontinuierlich stiegen, wurde die Leitstelle bereits im Vorfeld personell verstärkt. Dies erwies sich als zwingend notwendig, da sich die Brände aufgrund der Wetterbedingungen teilweise sehr dynamisch entwickelten und schnell ausbreiteten.
Bereits am Freitagnachmittag kam es im Stadtgebiet zu den ersten Brandeinsätzen. Kurz nach 16:00 Uhr brannte im Gewerbegebiet West Vegetation auf einer Fläche von rund 300 Quadratmetern. Gegen 19:00 Uhr folgte im Wald am Blechhammer ein Bodenfeuer auf einer Fläche von etwa 400 Quadratmetern. In der Leitstelle schlug sich diese Dynamik massiv nieder: Allein in der Dienstschicht von Freitag auf Samstag nahm das Personal über 1.000 Notrufe entgegen, disponierte mehr als 250 Einsätze im Rettungsdienst und führte 50 Erst- und Nachalarmierungen für die Feuerwehr und den Katastrophenschutz durch. Besonders herausfordernd waren in dieser Zeit 14 Vegetationsbrände im gesamten Leitstellenbereich, von denen elf als groß und dynamisch eingestuft wurden.

In den frühen Morgenstunden des Samstags forderte das Lagezentrum Bevölkerungsschutz des Landesamtes für Brand- und Katastrophenschutz Rheinland-Pfalz über die Integrierte Leitstelle Kaiserslautern Unterstützungskräfte an. Zur Ablösung verbrauchter Kräfte bei einem großen Waldbrand im Landkreis Mayen-Koblenz koordinierte die Leitstelle die Zusammenstellung eines Kontingents. Insgesamt 70 Einsatzkräfte aus dem Leitstellenbereich wurden alarmiert und entsandt. Die aus Kaiserslautern abgerückten Kräfte waren dort bis in die späten Abendstunden im Einsatz.
Parallel zur überörtlichen Hilfe waren die Einsatzkräfte am Samstag auch im eigenen Stadtgebiet mehrfach gefordert. Gegen 13:30 Uhr kam es am Vogelwoog zu einem Waldbrand auf rund 100 Quadratmetern, gefolgt von einem Brand in der Spicherer Straße gegen 15:00 Uhr, bei dem Wiesen und Hecken auf 150 Quadratmetern in den Gärten zweier Wohnhäuser in Flammen standen. Kurz nach 17:00 Uhr verhinderte die Feuerwehr die weitere Ausbreitung eines Waldbrandes zwischen dem Vogelwoog und der Königsberger Straße, der bereits eine Fläche von rund 1.000 Quadratmetern erfasst hatte. Nahezu zeitgleich musste gegen 17:30 Uhr auf dem Einsiedlerhof der Brand einer elektrischen Schaltanlage in einem Industriebetrieb mit CO2-Löschern bekämpft werden.

Am frühen Samstagabend spitzte sich die Lage in der Leitstelle erneut zu. Rauchschwaden mehrerer großer Waldbrände in Belgien und dem Norden von Rheinland-Pfalz zogen bis in die Kreise Kusel und Kaiserslautern. Das Notrufaufkommen stieg auf mehrere hundert Anrufe pro Stunde, sodass dienstfreies Personal zur Unterstützung der Leitstelle alarmiert werden musste. Erst eine gezielte Bevölkerungswarnung über das Modulare Warnsystem (MoWaS) ließ die Anzahl der Anrufe wieder sinken.
Der Sonntag verlief für die Feuerwehr bis zum Nachmittag glücklicherweise vergleichsweise ruhig. An einer der Brandstellen vom Vortag mussten lediglich Kontrollen und kleinere Nachlöscharbeiten durchgeführt werden. Die Integrierte Leitstelle hingegen war weiterhin mit hohen Notrufzahlen und
Einsätzen im Rettungsdienst, dem Brand- und Katastrophenschutz leitstellenweit beschäftigt.
Die Verantwortlichen sprechen der diensthabenden Mannschaft der Integrierten Leitstelle, allen Helfenden von Berufsfeuerwehr und Freiwilliger Feuerwehr (Innenstadt und Stadtteile) sowie den Hilfsorganisationen im Rettungsdienst und Katastrophenschutz für den bewundernswerten Einsatz an diesem Wochenende ihren herzlichen Dank aus. Um diese Lagen zu bewältigen, mussten die Kräfte mehrfach an ihre Grenzen gehen.

Quelle Text/Bild:
Stadtverwaltung Kaiserslautern
Referat Feuerwehr und Katastrophenschutz
Abteilung 37.5.3 Medien- & Öffentlichkeitsarbeit
An der Feuerwache 6
67663 Kaiserslautern
www.feuerwehr-kaiserslautern.de
Kaiserslautern, 16.08.2026
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