LKA und Melde- und Informationsstelle Antiziganismus RLP formalisieren Zusammenarbeit

LKA-RP: Zusammen gegen Antiziganismus

Das Landeskriminalamt (LKA) und die Melde- und Informationsstelle Antiziganismus Rheinland-Pfalz (MIA-RLP) beschließen eine Zusammenarbeit. Mario Germano, Präsident des Landeskriminalamts Rheinland-Pfalz, und Jacques Delfeld Jr., Geschäftsführer des rheinland-pfälzischen Landesverbands Deutscher Sinti und Roma, unterzeichneten heute Vormittag eine Kooperationsvereinbarung in den Räumlichkeiten des LKAs in Mainz. Andreas Michel, Leiter der Abteilung für Bekämpfung und Prävention politisch motivierter Straftaten beim LKA, sowie Dr. Johannes Valentin Korff, Projektkoordination von MIA-RLP, erarbeiteten in den letzten Monaten die Inhalte der Kooperationsvereinbarung.

Michael Hartmann, Antiziganismusbeauftragter des Landes Rheinland-Pfalz, hob die Bedeutung dieser Vereinbarung hervor: „Mit dem Abschluss der Kooperationsvereinbarung unterstreicht auch das LKA die Bereitschaft, antiziganistisch motivierte Straftaten stärker zu beobachten.“ Seit 2017 werden solche Straftaten als eigene Kategorie in der Statistik zur politisch motivierten Kriminalität dokumentiert. „Die Übermittlung anonymisierter Fälle durch das LKA an MIA-RLP ermöglicht es, ein breiteres Spektrum antiziganistischer Vorfälle abzubilden. Damit trägt das LKA dazu bei, dass die Meldestelle belastbarere Lagebilder erstellen und entsprechende Handlungsfelder für Politik und Gesellschaft identifizieren kann“, so Hartmann weiter.

Jacques Delfeld Jr. betonte, dass damit ein weiterer wichtiger Baustein zur Bekämpfung von Antiziganismus in Rheinland-Pfalz gesetzt sei. Am 28.05.2025 schlossen die Landesregierung Rheinland-Pfalz und der rheinland-pfälzische Landesverband Deutscher Sinti und Roma einen Staatsvertrag. Zentraler Inhalt dieses Vertrags ist die Bekämpfung und Überwindung von Antiziganismus in Rheinland-Pfalz.

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Quelle Text/Bild:
Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz
Pressestelle

www.polizei.rlp.de/lka

Mainz, 15.06.2026