Der Stadtrat der Stadt Kaiserslautern hat in seiner Sitzung am 11. Mai mehrheitlich zugestimmt, dass ein zentraler Schulcampus als Ersatzneubau auf dem Gelände der Stiftswaldschule errichtet wird. Dieser soll als neuer Standort für die Schule am Beilstein und die Fritz-Walter-Schule dienen. In die ursprüngliche Beschlussvorlage der Verwaltung nahm der Rat noch mit auf, den Schulcampus jederzeit im Sinne der Inklusion modular erweitern zu können.
Die Stadt Kaiserslautern ist als Schulträgerin unter anderem für die Schule am Beilstein und die Fritz-Walter-Schule verantwortlich. „Beide Schulstandorte wurden geprüft. Sie befinden sich in baulich und technisch desolatem Zustand, der den heutigen Anforderungen an Barrierefreiheit, inklusive Pädagogik, Raumqualität, Ganztagsbetrieb sowie Energieeffizienz nur noch eingeschränkt entspricht“, erklärte Schuldezernentin Anja Pfeiffer. Vor diesem Hintergrund soll ein zentraler Schulcampus als Ersatzneubau errichtet werden, da beide Schulgebäude nicht wirtschaftlich saniert werden können. Der neue Standort soll die bestehenden Schulangebote an einem modernen, barrierefreien Ort und pädagogisch zeitgemäß bündelt. Aufgrund der Zustimmung des Stadtrats können nun beide Schulen in die pädagogischen Vorplanungen einsteigen, die anschließend in ein mit der Schulaufsicht bei der ADD abgestimmtes Raumprogramm münden. Auf dieser Basis werden dann unter Federführung des Referats Gebäudewirtschaft der Stadtverwaltung weitere planerische und verfahrensrechtliche Schritte eingeleitet werden, die dann wiederum dem Stadtrat zu weiteren Beschlüssen vorgelegt werden.
Durch die Zusammenlegung der Standorte eröffnen sich auch neue Möglichkeiten für die Bildungslandschaft in Kaiserslautern. So wird die Verwaltung prüfen, ob die beiden freiwerdenden Schulgebäude für eine Nutzung durch private und gemeinnützige Schulträger infrage kommen könnten.
Um einen geeigneten Standort für den geplanten Schulcampus zu finden, wurden im Stadtgebiet mehrere mögliche Flächen identifiziert und miteinander verglichen. Die Untersuchung der Standorte wurde vom Referat Stadtentwicklung durchgeführt und vom Referat Umweltschutz fachlich begleitet. Die Prüfung umfasste insbesondere vier Grundstücke, für die unter anderem Lage, Größe, topographische / hydrologische Aspekte, Verkehrsanbindung, städtebauliche Aspekte, Synergien mit bestehenden Einrichtungen, fachplanerische Aspekte, infrastrukturelle Erschließung, Versorgung und Entsorgung sowie die Realisierbarkeit für einen campusartigen Schulstandort betrachtet wurden.
Im Endergebnis hat sich das Grundstück der Stiftswaldschule in der Stiftswaldstraße 54, das sich in städtischem Eigentum befindet, als am besten geeigneter Standort für den geplanten Schulcampus herausgestellt. Aufgrund seiner städtebaulichen Eignung und der verkehrlichen Anbindung wurde dieses Grundstück als optimaler Standort für den Schulcampus ausgewählt. In der Nähe befinden sich gut erreichbare ÖPNV-Haltestellen und es bietet eine gute verkehrliche Anbindung für Schülerinnen und Schüler sowie für das Lehrpersonal.
Derzeit besteht in der Stiftswaldstraße bereits eine Struktur aus Schulnutzung, Wohngebäuden und Freizeitangeboten (zum Beispiel das Warmfreibad). Das ermöglicht Synergien, die das pädagogische Konzept eines Schulcampus unterstützen. Einzig bei einer Überbauung des Bolzplatzes an der Straße Am Warmfreibad müsste für diesen ein Ersatzareal gefunden werden.
Insgesamt überwiegen die städtebaulichen und funktionalen Vorteile des Grundstücks. Es verfügt über die ausgewogenste und zukunftsfähigste Perspektive als Standort für den geplanten Schulcampus. „Die genaue Größe des Campus steht noch nicht fest. Fest steht jedoch, dass die Zusammenlegung der beiden Schulen auch für die pädagogische Arbeit von Vorteil sein wird“, so Beigeordnete Anja Pfeiffer. „Wir werden das pädagogische Konzept und auch mögliche Fördermittel prüfen, sobald dieses vorliegt – danach werden auch Ideen wie ein Lehrschwimmbecken oder eine Erweiterung der Sporthallenkapazität mitgedacht.“
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Quelle Text/Bild:
Pressestelle der Stadtverwaltung Kaiserslautern
Willy-Brandt-Platz 1, 67657 Kaiserslautern
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Kaiserslautern, 01.06.2026
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