Auf der gemeinsamen Sitzung des Bau- und des Sozialausschusses am 21. Mai 2026 wurden die von den zuständigen Dezernaten ausgearbeiteten Pläne für den Umbau des Kalkofens, heute bekannt unter den Straßennamen Astern- und Geranienweg, vorgestellt und beschlossen.
Die Pläne beinhalten den Abriss der großen Wohnblöcke im Asternweg, die teilweise als Schlichtwohnungen, teils als Unterkunft für Geflüchtete genutzt werden. Diese Gebäude sollen bis 2030
„leergezogen“ werden, damit dort unter der Regie der Bau AG zu 100% sozialverträgliche Mietwohnungen gebaut werden können. Die Häuser im Geranienweg sollen saniert und im besseren Zustand als Übergangswohnungen genutzt werden.
Diese Pläne sind ein eklatanter Fortschritt gegenüber allem, was zum Thema Kalkofen die letzten Jahre geplant und teilweise mit jahrelanger Verzögerung und viel Eigenleistung der Bewohner*innen umgesetzt wurde. Deshalb haben unsere Vertreter*innen in den jeweiligen Ausschüssen den Plänen auch zugestimmt. Eine Frage unsererseits nach der Beteiligung der dort lebenden Menschen wurde durch die Sozialdezernentin Anja Pfeiffer aber sehr nebulös beantwortet.
Doch diese Frage bleibt für uns wichtig. Die Menschen, die dort leben, müssen in die Planungen miteinbezogen werden. Man kann nicht hunderte Menschen zeitweise aus ihrem Wohnumfeld reißen, ohne dass Sie ein Wörtchen mitzureden haben, wie das geschieht. Auch wenn das Gebiet dort längerfristig eine Aufwertung erfährt, müssen alle dort wohnen bleiben können, die dies wollen.
Es ist dafür nicht zu spät. Das Planungsverfahren und ein (von den Grünen angeregter) Gestaltungwettbewerb böten die Grundlage, die Bevölkerung dort in die Planung und die Umsetzungsschritte miteinzubeziehen.
Und noch eins: Die neuen Pläne, so gut sie auch sein mögen (wenn sie im Sinne der Menschen dort umgesetzt werden), sind trotzdem immer noch ein Teil der Armutsverwaltung. Damit werden weder Armut noch Wohnungsnot besiegt.
Diesen Kampf werden wir auf anderer Ebene zu führen haben: Für bessere Löhne. Für eine Grundsicherung die diesen Namen auch verdient. Für Sozialleistungen ohne Sanktionsdrohungen. Für mehr sozialen Wohnungsbau.
Quelle Text/Bild:
Fraktion DIE LINKE / PARTEI im Stadtrat Kaiserslautern
Willy Brandt Platz 1
67657 Kaiserslautern
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Kaiserslautern, 23.05.2026
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