Ob „Enkeltrick“, „Schockanruf“ oder falsche Amtspersonen: Kriminelle nutzen gezielt Methoden des Social Engineering. Dabei werden Emotionen und Zeitdruck instrumentalisiert, um Menschen am Telefon zu verunsichern und an Geld, sensible Daten oder Wertsachen zu gelangen. Die Polizeiliche Kriminalprävention und kartensicherheit.de klären über die Maschen auf und geben Hilfestellung für die richtige Reaktion.
Täuschung über emotionale Nähe und Autorität
Beim klassischen Enkeltrick beginnt das Gespräch oft mit „Rate mal, wer dran ist?“ oder einer Nachricht wie „Hallo Mama, mein Handy ist kaputt, das ist meine neue Nummer“. Unter dem Vorwand eines finanziellen Engpasses werden Betroffene zu Bargeldübergaben oder Blitzüberweisungen gedrängt. Besonders perfide: Mittels Künstlicher Intelligenz lassen sich Stimmen von Angehörigen täuschend echt imitieren, was den emotionalen Druck massiv erhöht.
Beim Schockanruf setzen Kriminelle hingegen auf Angst. Sie geben sich als Polizei, Staatsanwaltschaft oder Klinikpersonal aus und berichten von dramatischen Unfall- oder Haftgeschichten naher Verwandter. Um Konsequenzen abzuwenden, wird unter Zeitdruck die Übergabe von Geld, Zahlungskarten oder Wertsachen verlangt. Durch Rufnummern-Manipulation (Caller ID Spoofing) erscheint oft eine echte Behördennummer im Display. Dies ist jedoch keine Garantie für die Echtheit des Anrufs.
„Telefonbetrug, insbesondere der Schockanruf, verursacht nicht nur hohe finanzielle Schäden, sondern belastet Menschen von jung bis alt psychisch schwer. Die Täter passen ihre Maschen immer wieder gezielt an die jeweilige Lebenslage und Verletzlichkeit potenzieller Opfer an. Mit unserer bundesweiten Kampagne ‚CESA‘ (Callcenterbetrug, Enkeltrick, SchockAnruf) und Informationsmaterial für Betroffene und deren Umfeld wollen wir die Öffentlichkeit sensibilisieren und wirksam schützen“, so Sabrina Krenzler, Geschäftsführerin der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes.
Kampagnen-Inhalte zum Download unter: www.polizei-beratung.de/schockanrufe.
„Wer verinnerlicht hat, dass Geldinstitute oder Behörden nie sensible Daten oder die Herausgabe von Wertsachen am Telefon anfordern, lässt sich auch unter Zeitdruck nicht aus der Ruhe bringen“, betont Sandra Königstein, Teamleiterin Aufklärung & Prävention bei EURO Kartensysteme. „Eine gesunde Portion Skepsis ist die beste Strategie gegen Betrug.“
Die fünf wichtigsten Verhaltensregeln auf einen Blick
Bei Zeitdruck oder dubiosen Geschichten das Gespräch sofort beenden.
Angehörige oder Institutionen unter der bekannten Nummer zurückrufen und den Sachverhalt verifizieren.
Niemals Passwörter, PINs, TANs oder Kontodaten am Telefon preisgeben.
Jeden Betrugsversuch konsequent der Polizei melden.
Wurden persönliche Informationen weitergegeben, umgehend den Sperr-Notruf 116 116* anrufen oder die kostenfreie SperrApp nutzen, um Zahlungskarten und Konten zu sperren.
* Der Service des Sperr-Notrufs ist kostenlos. Auch der Anruf bei der 116 116 aus dem deutschen Festnetz ist gebührenfrei. Aus dem Mobilnetz und aus dem Ausland (+49 116 116) können Gebühren anfallen. Sollte der Sperr-Notruf in seltenen Fällen nicht erreichbar sein, gibt es alternativ die Rufnummer +49 (0) 30 40504050.
Quelle Text/Bild:
Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK)
Zentrale Geschäftsstelle
Taubenheimstraße 85
70372 Stuttgart
www.polizei-beratung.de
Stuttgart, 25.02.2026
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