Ein Jahr Babyzeichen-Kurse in Kaiserslautern
Babys erleben und lernen jeden Tag Neues. Ganz klar, dass sie ihre Erlebnisse und Bedürfnisse auch mitteilen möchten. Aber nicht immer klappt die Verständigung mit Mama und Papa – so ganz ohne Worte. Seit rund einem Jahr können Eltern und Kinder in Kaiserslautern in Zwergensprache-Kursen lernen, sich mit einfachen Handzeichen besser zu verstehen – lange bevor die ersten Worte gesprochen werden.
„Kinder verstehen schon früh erstaunlich viel und haben viel zu sagen – aber sie können sich am Anfang noch nicht mit Wörtern ausdrücken“, erklärt Swenja Broschart, zertifizierte Zwergensprache-Kursleiterin in Kaiserslautern. „Mit den einfachen Handgesten der Zwergensprache bekommen sie eine Möglichkeit, ihre Bedürfnisse, Beobachtungen und Gefühle zu zeigen – und Eltern können schneller reagieren, statt zu raten. Das sorgt für deutlich weniger Frust und Konflikte und stärkt die Bindung“.
Bewegte Hände im Zwergensprache-Kurs
Eine Szene aus einer Kursstunde zeigt, wie unmittelbar die Verständigung funktioniert. Während Swenja Broschart mit den Eltern ein bekanntes Kinderlied singt, verfolgt ein eineinhalbjähriger Junge aufmerksam die Bewegungen. Kaum ist das Lied zu Ende,
hebt der Kleine den Arm und zeigt deutlich das Babyzeichen für noch einmal. Für Kursleiterin Swenja Broschart ist sofort klar, was das bedeutet: Das Kind möchte das Lied noch einmal singen. Sie stimmt erneut an – und das Kind lächelt, sichtbar zufrieden darüber, verstanden worden zu sein.
„Solche Momente erleben wir immer wieder“, erzählt sie. „Die Kinder nutzen die Gebärde ganz selbstverständlich, wenn ihnen etwas gefällt oder wenn sie etwas wiederholen möchten. Und die Eltern merken, wie gut sie die Signale ihres Kindes plötzlich verstehen.“ Mit Gesten wie essen, trinken oder schlafen lassen sich Alltagsbedürfnisse früher ausdrücken und Missverständnisse im Familienalltag
verringern. Auch über die Grundbedürfnisse hinaus können die Kleinen Fragen stellen oder Gefühle äußern – etwa wo eigentlich Papa ist oder dass sie Angst vor dem großen Hund haben. Viele Kinder nutzen nach einigen Wochen bereits regelmäßig mehrere Zeichen und begleiten erste gesprochene Wörter noch mit Gesten, weil sie sich damit besonders gut verstanden fühlen.
Eine Herzensangelegenheit mit Wirkung
„Von den Eltern kommt regelmäßig die Rückmeldung, dass ihr Kind die Zeichen häufig am Tag nutzt und sie sich ihren Alltag ohne die Zeichen gar nicht vorstellen können,“
berichtet Swenja Broschart von den Rückmeldungen der Kurseltern. „Ich selbst habe die Zeichen erst bei meinem dritten Kind kennengelernt. Dass ich diese so schöne und bereichernde Art der Verständigung bei meinen älteren Töchtern verpasst habe, hat mich motiviert, die Babyzeichen bekannter zu machen und in andere Familien zu bringen.“ Seit mittlerweile einem Jahr bietet Swenja Broschart daher Kurse und
Workshops für Familien mit Kindern von circa 6 Monaten bis 2 Jahren in Kaiserslautern und Kindsbach an.
Babyzeichen fördern auch die gesprochene Sprache
Die Zwergensprache verstehe sich dabei als Ergänzung und nicht als Ersatz des Sprechens. Studien und Praxiserfahrung zeigten, dass Kinder durch die bewusste Verknüpfung von Gebärden und Sprache wichtige Grundlagen für die gesprochene Sprache, ihren Wortschatz und ihre Kommunikationsfreude mitnehmen. Kinder, die mit Babyzeichen aufwachsen, sprächen sogar oft früher. Auch mehrsprachig aufwachsende Kinder und Kinder mit Entwicklungsverzögerungen könnten von den zusätzlichen visuellen Signalen profitieren.
BU: Swenja Broschart, Kursleiterin für Zwergensprache in Kaiserslautern, zeigt das Zeichen für „nochmal“ im Kurs.
Kontakt:
Swenja Broschart – Zwergensprache-Kursleitung in Kaiserslautern
Mehr Informationen:
https://zwergensprache.com/
https://kikudoo.com/swenja-broschart
https://www.instagram.com/zwergensprache_kaiserslautern/
Quelle Text:
Swenja Broschart
Am Stockacker 66
67705 Trippstadt
swenja.broschart@babyzeichensprache.com
06.02.2026
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