Beim traditionellen Jahresrückblick der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Stadt und Landkreis Kaiserslautern (WFK) zogen Landrat Ralf Leßmeister, Oberbürgermeisterin Beate Kimmel, WFK-Geschäftsführer Dr. Philip Pongratz und Prokurist Tim Teubner-Littig am Donnerstag, 29. Januar, eine insgesamt positive Bilanz. Trotz der bundesweit schwierigen Finanzlage und herausfordernder Rahmenbedingungen zeige sich die Wirtschaftsregion Kaiserslautern weiterhin als attraktiver Standort mit stabiler Beschäftigung und hoher Nachfrage nach Gewerbeflächen.
„Dass wir Stadt und Landkreis als gemeinsamen Wirtschaftsraum verstehen, ist einzigartig und manifestiert sich in unserer gemeinsamen WFK“, betonte Landrat Leßmeister zur Begrüßung. Auch Oberbürgermeisterin Kimmel hob die enge Zusammenarbeit hervor: „Stadt und Landkreis arbeiten Hand in Hand zum Wohle der Region.“ Beide zogen ein positives Fazit zur Arbeit der WFK und zur neuen Geschäftsführung. Leßmeister dankte dem Team für die erfolgreiche Arbeit und übermittelte die guten Rückmeldungen aus der Wirtschaft an Pongratz und Teubner-Littig.
Die Arbeitsmarktsituation im Landkreis Kaiserslautern blieb 2025 stabil: Zwar stieg die Arbeitslosenquote leicht von 5,3 auf 5,4 Prozent, zugleich erreichte die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten mit 27.520 einen neuen Höchststand. „Die Entwicklung am Arbeitsmarkt zeigt, dass wir uns langfristig auf einem guten Weg befinden“, betonte WFK-Geschäftsführer Pongratz.
Oberbürgermeisterin Kimmel unterstrich die Bedeutung einer stärkeren Integration von Menschen mit internationaler Geschichte in den Arbeitsmarkt, um dem Fachkräftebedarf zu begegnen. Ein weiterer zentraler Schwerpunkt sei die Betreuung ansässiger Betriebe sowie die Stärkung von Forschung und Entwicklung. „Mit der RPTU, dem bic und den Fraunhofer-Instituten verfügt Kaiserslautern über exzellente Partner, die wesentlich zur Innovationskraft des Standorts beitragen“, so Kimmel.
Für Landrat Leßmeister bleibt die interkommunale Zusammenarbeit ein Schlüssel zum Erfolg. „Kürzere Wege, schnellere Entscheidungen und größere Handlungsspielräume entstehen nur durch gemeinsames Handeln“, sagte er. Die Planungsgemeinschaft Westpfalz zeige bereits, dass strategische Zusammenarbeit bei der Standortentwicklung Früchte trage.
Ziel sei es künftig, schon im Vorfeld geeignete Flächen zu identifizieren und planungsrechtlich vorzubereiten, um bei Anfragen zügig reagieren zu können. „Schnelle Entscheidungsprozesse sind bei der Unternehmensansiedlung ein entscheidender Standortfaktor“, fasste Leßmeister zusammen.
Pongratz ergänzte, dass die Nachfrage international agierender Investoren nach größeren Flächen steige. „Deshalb ist es zentral, die Zusammenarbeit mit den Gebietskörperschaft im Verbund der Zukunftsregion Westpfalz (ZRW) weiterzudenken“, so Leßmeister. Erste Gespräche mit dem Wirtschaftsministerium und dem Ministerpräsidenten hätten bereits stattgefunden. Angestrebt werde eine interkommunale Kooperation zwischen den Landkreisen Kaiserslautern, Kusel, Donnersberg und Südwestpfalz sowie den Städten Kaiserslautern, Pirmasens und Zweibrücken. Die künftige Ausgestaltung solle im Einklang mit den Ergebnissen eine derzeit laufenden Zukunftsstudie stehen. Der bewährte Branchenmix bleibe dabei Leitlinie der Ansiedlungspolitik.
„Die wirtschaftliche Weiterentwicklung ist die entscheidende Stellschraube, an der wir drehen können, um finanzielle Spielräume zu schaffen und Unterfinanzierung auszugleichen“, betonte Leßmeister abschließend. „Deshalb müssen wir die Transformation der Westpfalz hin zu Zukunftstechnologien mit aller Kraft vorantreiben.“
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Bild: Reiner Voß, © Landkreis Kaiserslautern
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Kaiserslautern, 29.01.2026
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