Lesetipps von der Buchhandlung „blaue Blume“ 22.01.

Roman
László Krasznahorkai – Zsömle ist weg
Wer vor der Politik flieht, den sucht sie heim. Onkel Józsi hat alles getan, um vor den Augen der Welt zu verschwinden, seine Familie und seine Herkunft hat er geheim gehalten: Er ist Spross einer jahrhundertealten Adelslinie, die auf verschlungenen Wegen bis Dschingis Khan zurückreicht. Sogar Anspruch auf den ungarischen Thron könnte er erheben, aber er will sich nicht in die Politik einmischen und lebt, wie alle seine Vorfahren, im Verborgenen. Bis er von einer merkwürdigen Schar vermeintlicher Anhänger aufgespürt wird. Der neue Roman des Nobelpreisträgers Laszlo Krasznahorkai ist voller milder Melancholie und sarkastischem Humor in einer instabilen Welt.

Roman
Bodo Kirchhoff – Nahaufnahmen einer Frau, die sich entfernt
Seit fünfzig Jahren sind sie verheiratet. Dann geht er weg, nach Indien. Sie reist ihm nach, besorgt und wütend. Er: Viktor Goll, genannt Vigo, Leiter einer Denkfabrik für Abrüstung. Sie: Terese Weiler, Kinder- und Jugendtherapeutin. Was sie teilen, ist fast nur noch das Gefühl, aus dem andern jeweils das Schlechteste herauszuholen. Bodo Kirchhoff legt seine Karten als Autor eines epischen Liebes- und Lebensromans offen: mit der Suggestion und der Beobachtungsgabe seines Erzählens.

Roman
Leila Slimani – Trag das Feuer weiter
Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit ‚brain fog‘, einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt. Auf Anraten ihres Arztes reist sie nach Marokko, in das Land ihrer Kindheit, das sie als junge Frau verlassen hat. Als sie auf der Farm ihrer Großeltern in Meknès eintrifft, hat sie das Gefühl eine Fremde zu sein. Sie fragt sich, wer sie ohne die Erinnerungen an ihre Familie ist. Und taucht ein in ihre eigene Geschichte. Eine Geschichte, die auf ganz eigene Weise vom Kampf gegen gesellschaftliche Grenzen erzählt – und von dem Streben nach Freiheit. Der dritte und abschließende Teil von Leila Slimanis Familientrilogie nach „Das Land der anderen“ und „Schaut, wie wir tanzen“.



Sachbuch
Hanno Sauer
Moral – Die Erfindung von Gut und Böse
Moderne Gesellschaften sind Krisengesellschaften: Universelle Werte sind erodiert, eine allgemeingültige Moral scheint für immer der Vergangenheit anzugehören. Doch der Schein trügt: Tatsächlich gibt es universelle Werte, die alle Menschen miteinander teilen. Hanno Sauer erzählt die Geschichte unserer Moral von der Entstehung menschlicher Kooperationsfähigkeit vor 5 Millionen Jahren bis zu den jüngsten Krisen moralischer Polarisierung. Und er beschreibt, welche Prozesse biologischer, kultureller und historischer Evolution die moralische Grammatik formten, die unsere Gegenwart bestimmt.

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Quelle Text/Bild:
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Kaiserslautern, 23.01.2026