Zur Situation des Wolfes in Rheinland-Pfalz und im Pfälzerwald

Vortragsveranstaltung im Online-Format am UN-Tag des Artenschutzes

In Kooperation mit dem kürzlich eröffneten Koordinationszentrum Luchs und Wolf (KLUWO) an der Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft Rheinland-Pfalz (FAWF) bietet das Haus der Nachhaltigkeit am 3. März (18:00 bis ca. 19:30 Uhr), dem Tag des Artenschutzes der Vereinten Nationen, eine Infoveranstaltung zur aktuellen Situation der Wölfe in unserem Bundesland und im Pfälzerwald an. Für das Einführungsreferat und die Beantwortung von Fragen hat der Leiter des KLUWO, Julian Sandrini, zugesagt. Der Termin ist als kostenlose Online-Veranstaltung geplant. Es können maximal 120 Personen teilnehmen, die sich zuvor über das Online-Formular auf der Internetseite des Hauses der Nachhaltigkeit registriert haben müssen. Den Einwahllink erhalten die angemeldeten Personen dann rechtzeitig zugeschickt.

Momentan gibt es ein Wolfsrudel im Westerwald. Hinzu kommen verschiedene Hinweise auf Wölfe im restlichen Rheinland-Pfalz. Unter anderem das im Jahr 2020 in der Nähe der Landeshauptstadt verunfallte Tier, sowie zwei Bildaufnahmen eines Wolfes, die im März 2021 im Rahmen eines Fotofallenmonitorings im Pfälzerwald aufgenommen wurden und genetische Nachweise von Wölfen aus Eifel und Hunsrück. Angesichts dieser Nachrichten kursieren in der Bevölkerung eine Menge Gerüchte und es gibt viele Fragen zu dieser polarisierenden Wildtierart, die nach FFH-Richtlinie Anhang 4 streng geschützt ist. Das Haus der Nachhaltigkeit will deshalb darüber informieren, was heute auf wissenschaftlicher Datengrundlage über Wölfe in Deutschland, in Rheinland-Pfalz und im Pfälzerwald bekannt ist. Julian Sandrini verdeutlicht in seinem Vortrag die Sammlung der Wolfsnachweise in Rheinland-Pfalz der letzten Jahre und greift die aktuell am häufigsten gestellten Fragen auf: Welche Räume nutzen Wölfe derzeit? Was ist über ihr Wanderverhalten bekannt? Wie ernähren sie sich? Sind sie für Menschen und Nutztiere gefährlich?
Neben der Prüfung von Förderanträgen und der Beratung zu wolfsabweisenden Zäunen, Stallungen und ähnlichem gehört auch die systematische Erfassung (Monitoring) von Nachweisen zu Luchsen und Wölfen zum Tätigkeitsbereich des KLUWO-Teams. Durch Wildtierkameras und vor allem mittels DNA-Belegen ermitteln die Expert:innen, wo sich die Tiere aufhalten und ob sie für den Riss eines Nutztieres verantwortlich sind.

Hintergrundinformation „Tag des Artenschutzes“ am 3. März
Der Tag des Artenschutzes (UN World Wildlife Day) ist ein Aktions- und Gedenktag der jährlich am 3. März stattfindet. Im Jahr 1973 wurde an diesem Tag das Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES, Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora) unterzeichnet. Es hat zum Ziel, bedrohte wildlebende Arten (Tiere und Pflanzen) zu schützen, die insbesondere durch Handelsinteressen gefährdet sind.

Quelle Text/Bild:
Landesforsten Rheinland-Pfalz
Forstamt Johanniskreuz – Haus der Nachhaltigkeit
www.hdn-pfalz.de
www.naturerlebnis-pfalz.de
www.treffpunktwald.de

Kaiserslautern, 17.02.2022