Anrufe von falschen Polizeibeamten

Betrüger haben am Mittwoch versucht, Menschen in Kaiserslautern hereinzulegen. Im Laufe des Tages meldeten sich 15 Männer und Frauen, die alle Anrufe von falschen Polizeibeamten erhalten hatten. Zum Glück erkannten alle Angerufenen die Betrugsmasche, so dass es zu keinem finanziellen Schaden kam. Wie die meisten Betroffenen berichteten, gaben sich die Anrufer als Polizeibeamte aus und behaupteten, dass bei der Festnahme von Einbrechern ein Zettel gefunden wurde, auf dem der Name des jeweiligen Angerufenen stehen würde. Vor dem Hintergrund dieser (erfundenen) Geschichte versuchten die Anrufer dann, ihre Opfer auszuhorchen und herauszufinden, ob sie Wertsachen zu Hause haben.

In einigen Fällen erkannten die Opfer die betrügerische Lüge und legten einfach auf – in manchen Fällen beendete auch der angebliche Polizeibeamte das Gespräch, wenn er erfuhr, dass es „nichts zu holen“ gibt.

Dreist: Als ein 73-jähriger Mann auf die Lügengeschichte mit den angeblich festgenommenen Einbrechern antwortete, dass er nicht daran interessiert sei, sagte der Anrufer, dass er dann „sterben“ würde – und legte anschließend auf.

In einem Fall tischte der Betrüger eine andere Variante der erfundenen Geschichte auf und behauptete, dass ein Bankmitarbeiter festgenommen wurde, man bei ihm gestohlene Gegenstände gefunden habe und nun einer Einbrecherbande auf der Spur sei. Der angerufene Senior wurde aufgefordert, „zur Sicherheit“ alles an Geld, Schmuck und Wertgegenständen, was er besitzt, bereitzuhalten; ein Kripo-Beamter würde vorbeikommen, um die Sachen abzuholen. Der Senior informierte nach dem Telefonat seine Tochter – die wiederum die echte Polizei verständigte.

Bei den gemeldeten Fällen am Mittwoch haben die Betroffenen richtig reagiert und sich nicht vom Anrufer täuschen lassen. Falls auch Sie einen solchen dubiosen Anruf erhalten, bewahren Sie die Ruhe und lassen auch Sie sich nicht von irgendwelchen „Schreckensgeschichten“ über festgenommene Einbrecher (oder Ähnliches) in Ihrer Umgebung einschüchtern! Geben Sie am Telefon keine Auskünfte darüber, ob Sie alleine leben, ob Sie Wertsachen zu Hause haben, wieviel Geld sich auf Ihrem Bankkonto befindet oder ähnliche vertrauliche Informationen! Wenn der Anrufer behauptet, dass er Polizeibeamter ist, können Sie dies ganz leicht überprüfen, indem Sie die Dienststelle – für die er angeblich arbeitet – selbst anrufen und nachfragen.

Weitere Informationen zum Thema „Betrug durch falsche Polizeibeamte“ bietet die Internetseite www.polizei-beratung.de Unter https://s.rlp.de/ZOl4D finden Sie auch Tipps, wie sich bei solchen Anrufen verhalten und vor solchen Betrügern schützen können. |cri

Quelle Text/Bild:
Polizeipräsidium Westpfalz
Logenstraße 5
67655 Kaiserslautern

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Kaiserslautern, 16.09.2020