Erpressungsversuche gehen weiter

Der Reihe versuchter Erpressungen via E-Mail reißt auch in der Westpfalz nicht ab. Schon seit Wochen melden sich beinahe täglich Menschen aus Kaiserslautern und Umgebung, weil sie in ihrer elektronischen Post ein Schreiben gefunden haben, in dem sie aufgefordert werden, mehrere hundert Dollar in Bitcoins zu bezahlen – andernfalls würde ein intimes Video veröffentlicht, das sie bei sexuellen Handlungen zeige. Die Absender geben vor, sich in die Webcam des Computers des Betroffenen eingehacked und unbemerkt die Aufnahmen angefertigt zu haben.

Bei den Betroffenen handelt es sich sowohl um Männer als auch um Frauen aus allen Altersgruppen. Am Montag erstatteten eine 67-jährige Frau aus dem Stadtgebiet sowie eine 49-jährige Frau Anzeige wegen Erpressung. Bei der 49-Jährigen veränderten die Täter leicht ihre Masche: Sie behaupteten, sogenannte Screenshots gefertigt zu haben, auf denen zu erkennen sei, dass die Frau pornografische Seiten im Internet besucht habe. Sie drohten damit, diese Screenshots an alle sozialen Kontakte der 49-Jährigen zu verschicken, falls sie nicht bezahlt.

Beide Frauen gingen zum Glück nicht auf die Erpressungsversuche ein und bezahlten auch kein Geld, sondern schalteten die Polizei ein. Die Ermittlungen nach den Absendern der erpresserischen E-Mails laufen.

Weitere Informationen zu diesem Kriminalitätsphänomen, das sich „Sextortion“ nennt, finden Sie im Internet auf der Seite www.polizei-beratung.de unter https://s.rlp.de/sp1ir | cri

Quelle Text/Bild:
Polizeidirektion Kaiserslautern
Logenstraße 5
67655 Kaiserslautern

www.polizei.rlp.de

Kaiserslautern, 11.12.2018