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TU Kaiserslautern

Die Physikerin Dr. Bärbel Rethfeld von der TU Kaiserslautern erhält von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) eine Heisenberg-Professur für Angewandte Theoretische Physik. Die Forschung von Bärbel Rethfeld befasst sich mit der Computersimulation von physikalischen Prozessen zur Materialbearbeitung mit Laserstrahlen. Ihr Spezialgebiet ist es, neue Modelle zu entwickeln, um das ultraschnelle Verhalten der Elektronen in solchen Prozessen zu beschreiben bzw. vorherzusagen.

Bärbel Rethfeld gehört deutschlandweit zu einer Handvoll Physikerinnen, die mit einer Heisenberg-Professur ausgezeichnet wurden. In Rheinland-Pfalz ist sie sogar die erste Wissenschaftlerin überhaupt mit dieser angesehenen Professur. Insgesamt gingen bisher vier dieser von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanzierten Professuren nach Rheinland-Pfalz, wobei drei davon an Nachwuchswissenschaftler/innen der TU Kaiserslautern vergeben wurden.

Mit dem nach dem deutschen Physiker und Nobelpreisträger Werner Karl Heisenberg benannten Programm fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft herausragende Wissenschaftler/innen. Im Rahmen des Bewerbungsverfahrens um eine Heisenberg-Professur können sich Nachwuchswissenschaftler/innen die Universität auswählen, an der sie ihr Fachgebiet etablieren möchten. Die aufnehmende Hochschule muss umgekehrt begründen, dass die Einrichtung einer solchen zusätzlichen Professur mit einer neuen wissenschaftlichen Schwerpunktsetzung verbunden ist.

Der Präsident der TU Kaiserslautern, Prof. Dr. Helmut J. Schmidt, sieht in dieser Professur die erneute Anerkennung der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses an der TU Kaiserslautern, darüber hinaus hob er hervor: "Dass bereits die dritte Heisenberg-Professur in Rheinland-Pfalz an einen Forscher bzw. an eine Forscherin der TU Kaiserslautern vergeben wird, ist auch eine Würdigung des exzellenten Umfeldes an unserer Hochschule. Diese Professur ist aber vor allem ein persönlicher Erfolg für Dr. Rethfeld, diese Berufung verleiht ihr das Siegel, zur wissenschaftlichen Elite unseres Landes zu gehören.“

Seit Mai 2007 leitet Dr. Bärbel Rethfeld die Emmy Noether-Nachwuchsgruppe zur Ultrakurzzeitdynamik laserangeregter Festkörper im Fachbereich Physik der TU Kaiserslautern. Die Nachwuchsgruppe mit sieben Mitarbeitern, einem PostDoc, vier Doktoranden und zwei Diplomanden um die 41-jährige Wissenschaftlerin und zweifache Mutter beschreibt physikalische Prozesse, die unvorstellbar schnell ablaufen:

 

Ein Wimpernschlag dauert gerade einmal eine Zehntelsekunde, der Flügelschlag eines Insekts eine Dreihundertstelsekunde, doch die Zeiten, bei denen es für Dr. Bärbel Rethfeld überhaupt erst interessant wird, liegen im Femtosekundenbereich, dem billiardsten Teil einer Sekunde. Bestrahlt man beispielsweise durchsichtiges Material mit einem hochintensiven Laserpuls von wenigen Femtosekunden Dauer, so löst dies eine Kaskade von Prozessen aus, die zu bleibenden Materialmodifikationen oder sogar zum Materialabtrag führt. Dies wird in der Laserkorrektur von Fehlsichtigkeit genutzt, die sich einer zunehmenden Beliebtheit erfreut.

 

Bärbel Rethfeld liefert Möglichkeiten, die physikalischen Prozesse von der Energieabsorption über das Schmelzen des Festkörpers bis hin zum Materialabtrag zu beschreiben. Besonders die ganz frühen Prozesse liegen ihr am Herzen, bei denen eine große Zahl von Elektronen weit außerhalb des thermodynamischen Gleichgewichtes angeregt ist. Um das Verhalten solcher Elektronen und die weitere Verteilung der Energie zu beschreiben, sind ganz neue Modelle notwendig, die in der Arbeitsgruppe Rethfeld entwickelt werden. Des Weiteren arbeitet sie in einem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekt zur Grundlagenforschung an Großgeräten als eine der wenigen Gruppen der theoretischen Physik mit, um ganz neue Experimente mit Röntgenlasern beschreiben und verstehen zu können.

Die Welt zu Gast in Kaiserslautern
Es ist nun wieder so weit. Unsere langjährige strategische Partnerschaft mit chinesischen Hochschulen wird wieder am 16. März zehn chinesischen Studierenden ermöglichen, nach Deutschland zu kommen und hier ihr Studium zu absolvieren. Viele der Studierenden kennen Deutschland nur von Bildern und Deutsch aus dem Sprachkurs. Umso größer sind ihre Hoffnungen und Erwartungen, wenn sie nach Kaiserslautern kommen.

Mittwoch, 15. Februar 2012 17:23

Die Welt zu Gast in Kaiserslautern

TU-KL-LogoEs ist nun wieder so weit. Unsere langjährige strategische Partnerschaft mit chinesischen Hochschulen wird wieder am 16. März zehn chinesischen Studierenden ermöglichen, nach Deutschland zu kommen und hier ihr Studium zu absolvieren. Viele der Studierenden kennen Deutschland nur von Bildern und Deutsch aus dem Sprachkurs. Umso größer sind ihre Hoffnungen und Erwartungen, wenn sie nach Kaiserslautern kommen.

Die erste Erfahrung und der erste Eindruck sind oft maßgeblich für die weitere Integration der Austauschstudenten. Die Abteilung Internationales der TU Kaiserslautern ist sehr bestrebt, den Studierenden dabei behilflich zu sein, da auch das Campus-Leben durch die internationalen Gäste bereichert wird.

Seit 1. Januar 2012 ist Prof. Dr. Dr. h.c. Gert-Martin Greuel neuer Chefredakteur des „Zentralblatts für Mathematik" (kurz ZBMATH). Das beschlossen die Herausgeber von ZBMATH: FIZ Karlsruhe – Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur, die Heidelberger Akademie der Wissenschaften, die European Mathematical Society und der Springer Verlag. Professor Greuel tritt die Nachfolge von Prof. Dr. Bernd Wegner an, der die renommierte Referatezeitschrift 37 Jahre erfolgreich geleitet hat.

Dienstag, 07. Februar 2012 15:02

15 Biologieolympioniken

Am 9. und 10. Februar findet im Fachbereich Biologie der TU Kaiserslautern das Landesseminar der besten rheinland-pfälzischen Teilnehmer an der Internationalen Biologie-Olympiade statt. Dieses Jahr werden an dem zweitägigen Praktikum die 15 besten Schüler/innen aus rheinland-pfälzischen Gymnasien und Gesamtschulen teilnehmen. Der Universitätsbesuch ist eine Belohnung für ihr herausragendes Abschneiden in den ersten beiden Runden der 23. Internationalen Biologie-Olympiade (IBO).

Am 9. und 10. Februar findet im Fachbereich Biologie der TU Kaiserslautern das Landesseminar der besten rheinland-pfälzischen Teilnehmer an der Internationalen Biologie-Olympiade statt. Dieses Jahr werden an dem zweitägigen Praktikum die 15 besten Schüler/innen aus rheinland-pfälzischen Gymnasien und Gesamtschulen teilnehmen.

Mittwoch, 01. Februar 2012 17:30

Chemische Prozesse in Zeitlupe

Der Transregio-Sonderforschungsbereich 3MET erhält am Standort TU Kaiserslautern ein neues wissenschaftliches Großgerät zur Messung von ultraschnellen Prozessen, die im Bereich von Hundert Femtosekunden (10-13s) stattfinden. Hundert Femtosekunden sind so kurz, dass selbst Licht in diesem Zeitraum nur eine Strecke von etwa 30 Mikrometern (etwa die Dicke eines dünnen Haars) zurücklegen kann.

Der  Transregio-Sonderforschungsbereich 3MET erhält am Standort TU Kaiserslautern ein neues wissenschaftliches Großgerät zur Messung von ultraschnellen Prozessen, die im Bereich von Hundert Femtosekunden (10-13s) stattfinden. Hundert Femtosekunden sind so kurz, dass selbst Licht in diesem Zeitraum nur eine Strecke von etwa 30 Mikrometern (etwa die Dicke eines dünnen Haars) zurücklegen kann.

Das Lehrgebiet Ökologie des Fachbereichs Biologie hat in den letzten Monaten eine bemerkenswerte Anzahl von Erfolgsmeldungen vorzuweisen. Der Leiter Prof. Dr. Thorsten Stoeck, seinerzeit selbst erster Emmy Noether Nachwuchswissenschaftler an der TU Kaiserslautern, und inzwischen Inhaber der ersten Heisenberg-Professur an der TU verstärkt jetzt seine Arbeitsgruppe mit Dr. Micah S. Dunthorn, den die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ebenfalls im Rahmen des Emmy Noether Programms fördert, und mit Dr. Alexandra Stock, die von der Carl-Zeiss-Stiftung für zwei Jahre eine Förderung erhält.

Das Lehrgebiet Ökologie des Fachbereichs Biologie hat in den letzten Monaten eine bemerkenswerte Anzahl von Erfolgsmeldungen vorzuweisen. Der Leiter Prof. Dr. Thorsten Stoeck, seinerzeit selbst erster Emmy Noether Nachwuchswissenschaftler an der TU Kaiserslautern, und inzwischen Inhaber der ersten Heisenberg-Professur an der TU verstärkt jetzt seine Arbeitsgruppe mit Dr. Micah S. Dunthorn, den die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ebenfalls im Rahmen des Emmy Noether Programms fördert, und mit Dr. Alexandra Stock, die von der Carl-Zeiss-Stiftung für zwei Jahre eine Förderung erhält.

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